Viele Kinder sind zu faul

Der Arbeitskreis "Sport in Schule und Verein" sagt Fachberaterin Monika Brunner Dankeschön für 20 tolle Jahre. Alexander Drechsler und Matthias Werner sind neu im Gremium.

Neustadt/WN. (lst) Viele Jahre war Monika Brunner Fachberaterin für Sport und Bezirksobfrau für Tennis. Jetzt verabschiedete sie der Arbeitskreis (AK) Sport in Schule und Verein des Schulamtes Neustadt-Weiden. AK-Geschäftsführer Ernst Werner ging auf Stationen ihrer gemeinsamen über 20-jährigen Tätigkeit als Fachberaterin und Vertreterin im AK Schulsport ein. Als Dankeschön erhielt sie ein Präsent und Bilder ihres Wirkens.

Bei der Planungs- und Organisationssitzung im Sparkassensaal in Neustadt stellte die Vorsitzende, Schulrätin Christine Söllner, zusammen mit Werner dem Gremium den neuen Fachberater für Sport, Alexander Drechsler, vor, der den Bereich Tennis als Bezirksobmann übernimmt. Ebenfalls neu im Arbeitskreis ist Matthias Werner, der sich um die Leichtathletik kümmern wird.

Schulrätin Söllner hieß alle Kreis-Obleute und die Fachberater für Sport der Schulämter Neustadt und Weiden willkommen und zog äußerst positive Bilanz. "Wir sind gut aufgestellt und können mit unserer Arbeit sehr zufrieden sein", lautete ihr Fazit. Neben einer Vielzahl von Schulsportwettbewerben sah sie den Benefizlauf als herausragendes Ereignis. Unter dem Motto "Kinder helfen laufend" hatten sich fast 1500 Schüler aus 31 Grund- und Mittelschulen aus dem Landkreis und aus Weiden beteiligt. Söllners besonderer Dank galt den Vereinigten Sparkassen und der Sparkasse Oberpfalz Nord für die Unterstützung der Schulsportwettbewerbe. Carola Stock sicherte weiterhin die Mithilfe zu.

Auch Eltern gefordert

Geschäftsführer Werner ging anschließend auf die Folgen von Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen ein. "Kinder brauchen vielfältige Bewegungserfahrungen, um ihre motorischen Fähigkeiten zu entwickeln." Hier seien sowohl Schulen und Sportvereine, aber auch das Elternhaus gefordert. "Haben Kinder viel Bewegung und somit Kontakt zu anderen, entwickeln sie auch die Regeln des sozialen Miteinanders. Denn beim Spielen lernen sie Konflikte auszutragen und Rücksicht zu nehmen. Wir müssen den Eltern klarmachen, dass Bewegungsmangel unsere Kinder schwächt."

Der Geschäftsführer berichtete auch über Neuerungen und Veränderungen in den Wettbewerben und wies besonders auf Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2015 hin.

Viele Wettkämpfe

Anschließend berichteten die Kreisobleute über die Wettbewerbe. Besonders hervorzuheben waren die regen Beteiligungen in den Sportarten Basketball und Fußball. Willi Merkl und Reinhard Filchner wussten von einem reibungslosen Verlauf der Wettkämpfe. Die Bezirksfinals im Tennis wurden unter der Regie von Monika Brunner beim TC Postkeller beim TC Grün-Rot in Weiden ausgetragen. Erfreulich war das Abschneiden der Weidener Mannschaften.

Im Bereich der weiterführenden Schulen wurden weiterhin die Wettbewerbe im Handball, Schwimmen, im Skilanglauf, in der Leichtathletik, im Tischtennis, Volleyball und Ski Alpin ausgetragen. Ramon Gomez-Islinger berichtete von dem von der Hans-Scholl-Realschule Weiden organisierten Crosslauf und dem Staffel-Triathlon. Beide seien mittlerweile ein fester Bestandteil der Wettbewerbe.

Grundschulwettbewerbe gab es im Fußball und Schwimmen, in der Leichtathletik, in Ski alpin und im Gerätturnen. Im laufenden Schuljahr gibt es im Landkreis über 25 Kooperationen, und in Weiden waren es 34 Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen. Bewährt hat sich der Einsatz eines Zivildienstleistenden im Freiwilligen Sozialen Jahr in den Sportvereinen. Hier konnten vielfältige Sportarbeitsgemeinschaften mit verschiedenen Schulen realisiert werden.

Noch Untersuchungsbedarf

Claus Fleischer berichtete als Vorsitzender der Fachschaft Sport am Kepler-Gymnasium über die Auswertung ihres Fragebogens. Dabei ging es um die Sportarten, die Schüler am Kepler-Gymnasium in Sportvereinen außerhalb der Schule betreiben. Auffallend ist, dass mehr als die Hälfte der Schüler Bewegung nur über den Schulsport erfahren, was seiner Meinung nach viel zu wenig sei. "Der Schulsport kann die Bewegungsdefizite unserer Kinder nicht kompensieren und lediglich Anreize für zusätzliche Bewegung in der Freizeit oder in einem Sportverein bieten. Tatsache ist, dass sich in den letzten Jahren viele Schüler aus dem Vereinssport abgemeldet haben", bedauerte Fleischer. Die Ursachen dafür müsste man wohl noch näher untersuchen.
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