Viele Leute, viele Themen

Volles Haus beim Biergartengespräch der CSU: Die Christsozialen stellten sich den Bürgern. Landrat Andreas Meier erntete Anerkennung für das Handeln des Landkreises beim Flüchtlingszustrom. Bild: fz

"Wir bauen keine Straßen auf unsicherem Untergrund", sagt Landrat Andreas Meier beim Biergartengespräch der CSU Oberwildenau. Damit meint der Landkreischef die Ortsdurchfahrten in Luhe. Der Markt müsse Vorleistungen erbringen.

Zwei Stunden angeregte, teils heftige aber sachliche Diskussion gab es im Biergarten des Naabtalhauses. Angesichts der 40 Anwesenden zeigte sich CSU-Ortsvorsitzender Roland Rauch bestätigt, dass die Veranstaltungsreihe "CSU im Gespräch" ankommt.

Nicht Augen verschließen

Rauch sprach einige Themen an. Etwa das Baugebiet "Eschlingweiher III", wo sich nach laufendem Drängen der CSU endlich was tut. Die Verkehrsspiegel auf Antrag der CSU wurden auch installiert. Die Markierungen in der Hauptstraße folgen noch. "Wir waren auch dahinter, dass die Wege in den Friedhöfen Luhe und Oberwildenau geteert werden und dass eine Beleuchtung am Pendlerparkplatz installiert wird. Das können wir als Erfolg vermelden." Der Vorsitzende plädierte zudem für eine E-Bike-Ladestation in Oberwildenau.

Marktrat Sebastian Hartl und Tobias Kick hatten sich Gedanken zur Weiterentwicklung der Marktgemeinde gemacht. Autobahn, Bahn- und Stromtrasse durchschneiden die Gemeinde. Wenn die Elektrifizierung kommen sollte, dann bringt das erhöhten Verkehr. "Mit allen drei Trassen sind wir die Kommune, die am meisten betroffen ist", so Hartl und Kick. Sie baten die Bürger, nicht die Augen zu verschließen, sondern im Vorfeld, bevor es zu spät ist, an Einrichtungen oder Mandatsträger ihre Bedenken und Forderungen gerade in Bezug auf Lärmschutz bei der Bahn zu stellen. "Wir können ihnen auch ein Forderungsschreiben übergeben", so Hartl. Der Landrat erhielt es schon einmal zur Weiterreichung an die "Obere CSU".

Landrat Meier nahm dazu konkret Stellung. Er könne die Gier nach Elektrifizierung nicht ganz verstehen, weil vorher nicht vor Ort mit den Leuten gesprochen werde. "Eine Elektrifizierung ohne wirksamen Lärmschutz darf es nicht geben." Die Stromtrasse sei momentan im Dunkeln. Meier kündigte ein Gespräch mit Staatsministerin Ilse Aigner an. Seine persönliche Meinung sei, wenn schon der Ostbayernring und die Gleichstromtrasse auf einer Linie verlaufen sollen, dass das dann durchaus in der Peripherie auf Masten sein könne. Sobald man sich aber Wohngebieten nähere, müsse "beides" unter die Erde.

Der Landrat sprach auch die beiden Kreisstraßen in Luhe, die NEW 28 vom Kreisverkehr bis zur Brücke am Sportplatz und die NEW 17 die Glaubenwieser Straße hoch bis zur Kapelle an. Die Gemeinde müsse ihre Vorleistungen bei Kanal und Wasser sowie Gehsteigen erbringen.

Ausbau 2017/18 möglich

Anscheinend erfolgt das 2016, dann ist vonseiten des Landkreises der Ausbau 2017/18 möglich. Beim Gewerbegebiet "Eschlingweiher" stoßen zwei konträre Nutzungsarten, Gewerbe- und Wohngebiet, aufeinander.

Es müssen noch Unterlagen beigebracht werden und hier kann es durchaus zu Auflagen kommen. "Mein Eindruck ist, dass ein vermehrter Informationsaustausch der Nachbarn 'Wohnbebauung und Gewerbe' nötig ist, wenn man aneinander rückt", sagte Meier.
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