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Bürgermeister Karl Bley beantwortete Fragen, die den Bürgern unter den Nägeln brannte. Bild: sir

Das Gasthaus Stuber war voll, als Bürgermeister Karl Bley seine Reihe von Bürgerversammlungen für die Ortsteile Hof am Regen und Stefling fortsetzte. Die Männer und Frauen erfuhren, was sich in der Stadt Nittenau getan hat und welche Planungen es gibt.

Vor der Diskussionsrunde ließ Bley keinen Zweifel bezüglich der Erschließung der Hinteren Dorfstraße aufkommen. Bis zum letzten Jahr habe kein Interesse am Baugebiet Stefling West II bestanden. Doch bis jetzt seien drei Baugrundstücke veräußert worden. Dies bedeute für die Stadt die Erschließung herzustellen, so Bley. "Die gesamte Hintere Dorfstraße wird umgesetzt, auch mit den Diskussionen, die es bereits gegeben hat", betonte er. Wegen der Kosten, die unweigerlich auf sie zukommen werden, hatten die Anwohner der Hinteren Dorfstraße diese Erschließung nicht gewollt.

Naturfriedhof in Betrieb

Doch es gab im Laufe der Diskussion auch Stimmen für die Erschließung. Sie sprachen sich für eine Straße aus, um so dem Staub und Dreck zu entgehen. Für Stefling und Hof am Regen werde es bessere Bandbreiten geben, kündete Bley an. Der Naturfriedhof habe auch für Diskussionen gesorgt, erinnerte er. Mittlerweile sei er in Betrieb gegangen. Fünf Bestattungen haben bereits stattgefunden, 15 Plätze seien momentan reserviert. "Wir haben dem Zeitgeist Rechnung getragen", meinte Bley. Die Diskussionsrunde leitete Benjamin Boml. Auf die Frage, wie es mit der Nordostumfahrung weitergehe, antwortete Bley, dass ursprünglich ein Kreisverkehr geplant gewesen sei. Jetzt entstehe ein Brückenbauwerk auf Höhe des Gleises. Die Umgehungsstraße werde unterführt.

Muren-Abgänge durch heftige Unwetter behinderten den Hengersbacher Weg. Josef Fellner vom städtischen Bauamt sagte, dass der Bauhof dies in den nächsten Wochen in Angriff nehmen und das Material beseitigen werde. Bley ergänzte, dass die Grundstücksnachbarn für den rechtlichen Unterhalt der Wege verantwortlich seien, außer bei höherer Gewalt. Ein Anlieger monierte, dass bei ihm im Winter nicht geräumt werde. Bley sicherte zu, dass man dem Winterdienst Bescheid geben werde. Benjamin Boml selber fragte an, welche Leistungen durch den DSL-Ausbau zu erwarten seien. Bley sagte, dass mindestens 30 Mbit oder mehr ankommen.

Wie geht es mit dem Radweg Mariental-Stefling weiter? Das staatliche Bauamt prüfe einen Bau entlang der Staatsstraße. Hier sei eine Untersuchung in Auftrag gegeben worden. Geprüft werde die Kostenseite, ob man entlang der Staatsstraße baue mit Abgraben des Hanges oder ob es ein Brückenbauwerk nach Mariental und dann nach Überfuhr geben werde. Es werde wohl auf ein Rechtsverfahren hinauslaufen, mutmaßte das Staatsoberhaupt. Zwingen könne man niemanden zu etwas, außer bei einem Rechtsverfahren, dann gebe es die Möglichkeit, Grund einzufordern.

Noch einmal wurde wegen der Erschließung der Hinteren Dorfstraße nachgehakt. Bley betonte: "Wenn die Baumaßnahme im Baugebiet Stefling West II läuft, dann werden wir kein Hirschauer Stückl liefern, ob es dem Bürger angenehm ist oder nicht. Die Stadt hat eine Straßenausbaupflicht." Und weiter: "Stefling West II wird erschlossen. Es wird eine Straße geben. Die Fehler, die meine Vorgänger gemacht haben, möchte ich nicht wiederholen." Befragt nach den Kosten schätzte Fellner, dass man mit etwa 20 Euro pro Quadratmetern rechnen müsse. Bley sagte, dass die Baufirma den Auftrag schon erhalten habe. "Bis Mitte nächsten Jahres werden wir die Infrastruktur haben". Die Fertigstellung ist 2017. Es werde noch einmal eine Anliegerversammlung geben, wenn der Ausbau der Hinteren Dorfstraße erfolgt. Eine Anbindung zum Feuerwehrhaus werde es nicht geben und auch keine Ausfahrt zur Staatsstraße. Das würde das Straßenbauamt nicht genehmigen.

Bley bittet um Lösungen

Weitere Fragen bezogen sich auf einen Heckenrückschnitt und das Beseitigen von Schlaglöchern. Beiden Anliegen werde nachgegangen. Auch das Schild beim Glascontainer werde wieder richtig angebracht. Beklagt wurde auch das Rasen durch die 30er-Zone. Ob man nicht die Anlage mit dem "lachenden und traurigen Gesicht" aufstellen könne? Bley sagte, dass man dies prüfen wolle. Das Problem Hangwasser werde man wohl nie ganz in den Griff kriegen. Bley bat darum, Lösungen zu nennen. Verbesserungen seien bereits erreicht worden. Zur Thema Ökonomiehof in Fischbach teilte Bley auf Anfrage mit, dass der Stadtrat mit knapper Mehrheit den Ankauf beschlossen habe.
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