Viele Todesopfer in Hallen

Wenn Hallen einstürzen, hat das meist katastrophale Folgen. So wie 1985 in der Schweiz, als sich im Hallenbad in der Gemeinde Uster im Mai 1985 die tonnenschwere, an Chromstahlbügeln aufgehängte Decke löste. 12 Badegäste starben. Die chlorhaltige Luft hatte die Korrosion des 1971 eingebauten Materials beschleunigt. Untersuchungen ergaben, dass die Hälfte der Stahlbügel vor dem Einsturz bereits gebrochen waren. Bei einem Viertel war der Querschnitt durch Spannungsrisskorrosion fast völlig zerstört. Etwa aus der gleichen Bauzeit wie die Unglückshalle in der Schweiz stammt die Eislaufhalle von Bad Reichenhall. Dort brach im Januar 2006 das schneebedeckte Dach ein und tötete 15 vorwiegend junge Menschen. Als Ursache dieser Katastrophe erwies sich die Holzkonstruktion des Dachs: Der bei den Leimbindern verwendete Kleber auf Harnstoffbasis hielt der feuchten Luft offenbar auf Dauer nicht stand. (as)
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