Viele Unklarheiten beseitigt

Wie soll man mit einer Sportwaffe umgehen? Wer darf ein Gewehr oder eine Pistole kaufen? Diese und andere Fragen sind nach dem Schießwartlehrung in Neunaigen sicher beantwortet.

(dl) Aus 12 Schützenvereinen waren 31 Leute gekommen, um möglichst alles über Luftdruck- und Feuerwaffen zu erfahren. In der Unterkunft der Schützengesellschaft Gut Ziel Neunaigen trafen sich die Teilnehmer zur Schießwartausbildung unter der Leitung von Herta Zeiler. Die Vizepräsidentin des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB) freute sich über das Interesse und stellte die Referenten Maximilian Peither und Ludwig Mayer vor.

Der Waffenreferent im Oberpfälzer Schützenbund, Maximilian Peither, ging besonders auf den Umgang mit Sportwaffen ein. Hier kam es zur Klarstellung über die Alterserfordernisse beim Erwerb, Besitz und dem Transport von Sportgeräten. Es wurde genau darauf hingewiesen, was es heißt, im Falle einer Notwehrsituation sich rechtlich einwandfrei zu verhalten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Jugendarbeit, die erweiterte Zuverlässigkeitsprüfung und der Umgang mit Schülern und Jugendlichen durch Personen mit der geforderten Jugendbasislizenz. "Zuverlässige, volljährige und sachkundige Personen dürfen als Schießaufsichten eingesetzt werden. Außerdem muss jeder Teilnehmer, ob Schütze oder Funktionär, ausreichend versichert sein. Dies verlangt schon das Waffengesetz", erklärte Peither.

Am Nachmittag wurde die vom Deutschen Schützenbund veröffentlichte und durch das Bundesverwaltungsamt genehmigte Sportordnung allen näher gebracht. OSB-Landessportleiter Ludwig Mayer untermauerte mit praktischen Beispielen die Auslegung und Durchsetzung der Sportordnung.

Hier ging es in erster Linie darum, die Alterserfordernisse nochmals anhand von Beispielen zu erläutern. Es wurden die Sportgeräte, die Kleidung und die Anschlagsarten erläutert. Neu war die Betreuung der behinderten Schützen, die seit 2014 beim Deutschen Schützenbund angesiedelt sind.

Nach Abschluss einer Prüfung erhielt jeder Teilnehmer seine Lizenz. Sie wird von den Ämtern für öffentliches Recht und Ordnung als Nachweis einer qualifizierten Schießaufsicht bei den Vereinen eingefordert. Nur wer sachlich und fachlich gut ausgebildete Schießaufsichten nachweisen kann, bekommt die Erlaubnis zur Aufnahme des Schießbetriebes. Die meisten Teilnehmer kamen aus dem Schützengau Nabburg, sowie aus den Gauen Sulzbach-Rosenberg und Oberviechtach.
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