Viele Wünsche werden wahr

Schülersprecherin Carolin Luber (Zweite von links) überreichte zusammen mit dem SMV-Team einen Scheck in Höhe von 1300 Euro an Pfarrer Alfons Kaufmann zur Weitergabe an Pater André. Die Verbindungslehrer Manuela Schmid und Jürgen Dietl unterstützten die Sammlung. Bilder: Portner (2)

Lukas wünscht sich mehr Hygienemittel gegen Gerüche auf den Schultoiletten, die 9. Klasse eine Projektwoche. Sieben Anträge lagen gestern auf der Schülervollversammlung vor, deren Beschlusslage den 530 "Mitgliedern" mitgeteilt wurde. Auch eine Spende wurde überreicht.

Zweimal im Schuljahr gibt es an der Doktor-Eisenbarth-Schule eine Schülervollversammlung, organisiert von der Schülermitverantwortung (SMV). Nachdem sich gestern alle Klassen von eins bis zehn in der Mehrzweckhalle versammelt hatten, begrüßte Schülersprecherin Carolin Luber die Teilnehmer.

Graffiti genehmigt

Zehn Tagesordnungspunkte galt es "abzuarbeiten". Zunächst stand die Besprechung von sieben Anträgen des vergangenen Schuljahres an. Die Schüler stellten ihre Wünsche nochmals auf der Bühne vor und Rektor Rudolf Teplitzky gab bekannt, ob dem Antrag zugestimmt wurde. Schülerausschuss, Lehrerkonferenz, Elternbeirat und Schulforum hatten im Vorfeld darüber beraten. "Der Hausmeister hat die Toiletten schon nachgerüstet", informierte Teplitzky zum ersten Antrag. Die Anschaffung von Einzeltischen für Schüler, die lieber alleine sitzen (Antrag 7B-G), wird 2015 in den Haushalt eingestellt. Auch die Tribüne am Sportplatz darf vor der Sanierung mit Graffiti im Kunstunterricht gestaltet werden (7B-G). Keinen Einwand gab es auch zu einer Projektwoche (9C-M).

Mehrheitlich abgelehnt wurde der Antrag (7C-M) für Sitzplätze in der Mittelschulaula. "Das geht aus Unfallvorschriften nicht", erklärte der Rektor. Die Klasse 2A hatte zwei Anträge eingebracht, denen zugestimmt wurde. So gibt es ab sofort für jedes Klassenzimmer eine Uhr und in einiger Zeit auch ein Klettergerüst für die Grundschule. Dafür müssten aber erst noch technische und finanzielle Hürden gemeistert werden.

Das Team der SMV informierte, dass im Februar wieder eine Valentinsaktion stattfindet und auch das Schulkino wieder ermöglicht werden soll. Der Vorschlag der Verbindungslehrer für eine Schülerzeitung fand großes Echo (Artikel folgt). Vier Klassen stellten anschließend neue Anträge. Darunter auch Miriam (7B), die zusammen mit Lehrer Marco Kerscher einen Lauftreff (13 bis 13.30 Uhr) als neue Aktivität für die Mittagspause der Ganztagsklassen anregte. Das Ergebnis der Beschlüsse wird in der nächsten Vollversammlung im März 2015 bekanntgegeben.

1300 Euro gesammelt

Rektor Rudolf Teplitzky dankte für die Vorbereitung der Veranstaltung. In kindgerechter Ansprache erklärte er, über was er sich freut und über was er traurig sei. Ersteres sei der Fall, wenn er in den Klassenzimmern die Spannung der Lernprozesse spüre. Weniger freuen würde es ihn, wenn Väter und Mütter die Schule zu wenig unterstützen - und wenn Menschenrechte in der Welt missachtet werden (siehe Kasten). Der Rektor überreichte an die Schulsiegerin beim Lesewettbewerb (Sophia Fertsch) eine Urkunde und informierte über die Hintergründe des Sozialprojektes "DESO hilft Pater André". Der Aushilfspfarrer aus dem Kongo hielt beim Ethikunterricht einen Vortrag über die Situation an seinem Krankenhaus. Melissa hatte daraufhin die Idee zu einer Sammlung an der Schule, was die SMV aufgriff. 1300 Euro kamen schließlich für kranke Kinder zusammen. Schülersprecherin Carolin Luber übergab den Spendenscheck stellvertretend an Stadtpfarrer Alfons Kaufmann. Applaus gab es für die Schülerband, die mit "Stand by me" zum Mitklatschen animierte.

Zuvor hatte Jana Rustler den Deutschkurs vorgestellt, der für erwachsene Asylbewerber in den Räumen der Schule stattfindet. Sie appellierte daran, Sprachpate oder Freund zu sein oder auch einfach nur freundlich zu grüßen.
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