Vier Abseitstore in Poppenreuth

Der SV Poppenreuth verlor das Heimspiel gegen den ASV Veitsbronn-Siegelsdorf nach einigen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen mit 0:7. Hier wird der Poppenreuther David Benda (gelbes Trikot) von Gästespieler Julian Weigl bedrängt. Bild: heh

Erste Heimniederlage für den SV Poppenreuth in der Landesliga Nordost - und die fiel mit 0:7 gegen den ASV Veitsbronn-Siegelsdorf sehr deftig aus. Die Schuldigen waren schnell gefunden.

Poppenreuth. (rez) Dass ein Landesliga-Spiel dermaßen von einem Schiedsrichtergespann beeinflusst wird, hatten wohl die wenigsten der Zuschauer gedacht. Vier der sieben Tore fielen aus mehr oder weniger deutlichen Abseitsstellungen, wobei beim 4:0 der Vogel abgeschossen wurde: Der Schütze stand mindestens 15 Meter im Abseits. Auch bei der Gelb-Roten Karte gegen Lukas Komberec hatte der Gegenspieler bei der vermeintlichen Schwalbe zugegeben, dass ein Körperkontakt vorhanden war.

Beide Teams traten ersatzgeschwächt an und das zeigte sich auch zeitweise in der Spielweise. Mit dem ersten gefährlichen Angriff gingen die Gäste in Führung. Im Mittelfeld wurde Schilmeier nicht angegriffen und konnte unbedrängt flanken. Plechaty unterschätzte diese und Dimper brauchte den Ball nur noch einzuschieben. Danach übernahm die Heimelf die Initiative und erspielte sich innerhalb von fünf Minuten drei sehr gute Möglichkeiten, aber Komberec, Sladecek und Veleman mit einem Freistoß scheiterten an Gästetorwart Drommer.

Gelb-Rot für Komberec

In der 32. Minute dann die vermutlich spielentscheidende Situation, als Komberec mit Gelb-Rot vom Feld musste. Bei diesen Temperaturen eine Stunde zu zehnt, das konnte nicht gutgehen. Trotzdem bemühte sich die Heimelf und wären die nächsten vier Treffer nicht aus Abseitspositionen gefallen, wäre das Ergebnis vermutlich erträglicher ausgefallen. Für die Poppenreuther ergaben sich zwischendurch immer wieder Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung, aber es sollte nicht sein. Schüsse von Yazici und Benda wurden jeweils im letzten Moment geblockt, oder die von Heidel und Sladecek verfehlten knapp ihr Ziel.

Trainer Milan Kouloch haderte wie fast alle mit der Schiedsrichterleistung. Zudem hatte er wegen der Vielzahl der verletzten Spieler wenig Möglichkeiten, in das Spielgeschehen einzugreifen. Gästespielleiter Heinz Meier war natürlich hochzufrieden. Er meinte, dass dieses Ergebnis im vermutlichen Abstiegskampf Gold wert sein kann. Er musste aber eingestehen, dass der Schiedsrichter "sehr geholfen hat".
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