Vier Denkmäler aufpoliert

Lange ließ die Versetzung des Ehrenmals in Kürmreuth auf sich warten. Jetzt hat es einen neuen Standort gefunden, doch nicht alle sind damit zufrieden. Bürgermeister Hans Koch hat dafür wenig Verständnis.

Es gab viel zu tun für den Soldaten- und Kameradschaftsverein: Alle vier Kriegerdenkmäler in der Marktgemeinde hat er 2014 erneuert. Darüber berichtete der Vorsitzende Horst Pirner bei der Jahreshauptversammlung.

Am Ehrenmal in Funkenreuth brachten die Helfer eine Messingtafel mit den Namen der Gefallenen an. Die Inschriften im Sandstein waren im Lauf der Zeit unleserlich geworden. Das Denkmal in Königstein wurde gereinigt. Auf der Johanniskapelle, die ja auch als Gedächtnisstätte für die Kriegsopfer dient, gruben einige Mitglieder den Mauer-Umgang aus und schotterten ihn auf.

Das Kürmreuther Kriegerdenkmal wurde in seine Einzelteile zerlegt und im Bauhof abgewaschen. Bei seinen Nachforschungen fand der Vorsitzende Horst Pirner heraus, dass früher ein schwarzes eisernes Kreuz auf dem Denkmal befestigt war. Vor 60 Jahren war es so verrostet, dass es entfernt und nicht mehr ersetzt wurde. Uwe Köller fertigte ein neues Kreuz an, so dass sich das Kürmreuther Ehrenmal jetzt wieder im Originalzustand befindet.

Die Kriegsgräbersammlung erbrachte ein noch besseres Ergebnis als im Jahr zuvor. 1561 Euro kamen zusammen, obwohl es in Kürmreuth nach wie vor keinen Sammler gibt. Der Vorsitzende bat Personen, die dazu bereit sind, sich zu melden.

Beim Marktfest errang der Verein im Kickerturnier den ersten Platz. Auch beim Pokalschießen des Kreisverbands in Illschwang stellte er das Siegerteam. Das Ferienprogramm am 13. September mit Nachtwanderung, Sternenkunde und Lagerfeuer war wieder ein großer Erfolg.

Wie alle zwei Jahre soll auch heuer ein Preisschafkopf beim "Haberer" ausgespielt werden. Vorsitzender Pirner bat um Spenden für die Preise. Aus dem Erlös möchte der Verein das Knöcherlessen auf dem Bergl am 4. Juni finanzieren.

Kritische Plakate

In seinem Grußwort freute sich Bürgermeister Hans Koch über den lebendigen und rührigen Verein, was auch an der guten Führung liege. Der Soldaten- und Kameradschaftsverein hatte die Hauptarbeit am Kürmreuther Denkmal. "Lange genug mussten wir auf die Versetzung warten. Nun passt es einigen nicht", wunderte sich der Bürgermeister über Kritik, die auf Plakaten geäußert wurde.

Dabei habe der Marktrat die Belange eines Nachbarn berücksichtigt, indem er das Ehrenmal drehte und es ihm nicht vors Haus setzte. Nun werde der angeblich zu hohe Zaun kritisiert. "Es ist schade, dass diese Arbeit negativ hingestellt wird", ärgerte sich Koch. "Beim Volkstrauertag hat sich gezeigt, wie angenehm es ist, dass die Teilnehmer nicht mehr auf der Straße stehen müssen."
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