Viertelmillion bleibt für Stadt

Auch das Areal um den Stadtweiher soll nach einer ausführlichen Planung attraktiver werden. Bild: swt

Der Flächenverbrauch soll beim Hochwasserschutz für Hagenohe so gering wie möglich ausfallen. Gleichzeitig erwarten die Planer durch Vermeidung von Abschwemmung eine Verbesserung der Flächenbewirtschaftung. Im Stadtrat kamen nun auch die Kosten auf den Tisch.

Bereits seit rund einem Jahr erarbeiten die Stadt, das Amt für ländliche Entwicklung, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und das Landschaftsarchitekturbüro Fetsch gemeinsam mit Eigentümern und Bewirtschaftern von landwirtschaftlichen Flächen in Hagenohe geeignete Lösungen zum Hochwasserschutz und zur Vermeidung von Bodenerosion.

Pläne abgestimmt

Das gesamte Projekt wurde von Landschaftsarchitekt Wolfgang Fetsch in eine technische Planung umgesetzt, aus der sich insgesamt 32 einzelne Maßnahmen wie die Schaffung von Rückstauflächen, die Erhöhung von Flurwegen, die Anlage von Retentionsteichen oder auch Kanalbauwerke ergeben. Diese Planung wurde bereits bei einer Projektversammlung im Herbst in Steinamwasser öffentlich vorgestellt und als Leitidee mit den betroffenen Eigentümern und Bewirtschaftern abgestimmt.

Aufnahme in Förderkulisse

In der Sitzung des Stadtrates wurde diese technische Umsetzung ausführlich erläutert und die Kostenschätzung dazu präsentiert. Nach dieser beläuft sich das gesamte Projekt auf 1 689 000 Euro und beinhaltet den Ankauf notwendiger Teilflächen. Durch die Aufnahme in die Förderkulisse "boden:ständig" kann von einer außerordentlichen Förderung durch den Freistaat in Höhe von 85 Prozent ausgegangen werden, so dass sich der Eigenanteil der Stadt voraussichtlich auf rund 250 000 Euro beschränkt. Alle Maßnahmen werden mit den betroffenen Eigentümern und Bewirtschaftern in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Stadt, den Ämtern und dem Landschaftsplaner besprochen.

Eigentümer entscheiden

Ziel ist dabei, den Flächenverbrauch möglichst gering zu halten, einen wirksamen Hochwasserschutz für den Ortsteil Hagenohe zu erreichen und gleichzeitig durch Vermeidung von Abschwemmung die Bewirtschaftung der Flächen zu optimieren. Dabei soll es die Entscheidung der Eigentümer bleiben, ob diese die vorsorglichen Staubereiche im eigenen Bestand halten oder an die Stadt veräußern möchten.

Der Stadtrat stimmte der Planung mit dem geschätzten Kostenvolumen zu und beauftragte die Verwaltung dieses Projekt in der vorgestellten Weise fortzuführen.
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