Viktoria in Schach halten

Für Spannung an der Spitze der Bayernliga Nord sorgen vor allem die beiden Nachbarvereine FC Amberg und SpVgg SV Weiden. Aber Viktoria Aschaffenburg könnte dem Duo aus der Oberpfalz einen entscheidenden Strich durch die Rechnung machen.

Weiden. (dö) Den letzten Bayernliga-Spieltag im März 2015 hat sich die SpVgg SV Weiden (3./52) bestimmt anders vorgestellt. Denn der Tabellenführer rutschte durch die 0:2-Niederlage beim TSV Aubstadt auf Rang drei ab. Aber des einen Leid, des anderen Freud. Und so erklomm der Nachbarverein FC Amberg (1./53) die Spitze durch den 2:0-Derbysieg gegen die DJK Ammerthal (16./21). Über den Weidener Ausrutscher freuten sich bestimmt auch die Aschaffenburger (2./52), deren Spiel in Frohnlach verlegt wurde und die bei einem Sieg im Nachholspiel ganz nach vorne stoßen können.

Wenn die Amberger ihren Platz an der Sonne verteidigen wollen, ist eine erneute Meisterleistung nötig. Denn Gastgeber TSV Großbardorf (4./48) zählt selbst noch zu den Titelkandidaten. Heißt, wenn die Mannen um Trainer Timo Rost auch diese Hürde erfolgreich nehmen, werfen sie einen Mitkonkurrrenten vorerst aus dem Rennen. Dieses Vorhaben scheint nicht aussichtslos, denn die Unterfranken schwächelten in den beiden letzten Partien etwas und mussten nur mit einem Punkt zufrieden sein. Im Hinspiel ergatterten die damaligen Gäste ein 2:2. Gar nicht gerne denkt man im Amberger Lager an das letztjährige Gastspiel in Großbardorf zurück, denn das endete für den FCA mit einer 2:5-Abfuhr.

Ungute Erinnerungen hat auch die SpVgg SV Weiden an das Hinspiel beim Würzburger FV (10./34). In der Bezirkshauptstadt Unterfrankens setzte es nämlich Ende August die letzte Auswärtsniederlage, ehe es nach acht erfolgreichen Auswärtsspielen am letzten Wochenende in Aubstadt das nächste Null-Punkte-Erlebnis gab. Grund genug für das Team vom Wasserwerk, für diesen Missstand den Gast in die Mangel zu nehmen. Mit einem glatten Erfolg, ähnlich dem 3:0 vom letzten Jahr, wäre die Welt wieder einigermaßen in Ordnung. Vielleicht könnte damit sogar die Tabellenführung zurückerobert werden - aber nur wenn die Konkurrenz schlampt.

Aber darauf, dass Viktoria Aschaffenburg im Heimspiel gegen den SC Eltersdorf Punkte liegen lässt, können sich die Weidener nicht verlassen. Der Absteiger schaffte bei den vier Versuchen in diesem Jahr schon zehn Punkte auf das Konto und ärgert sich immer noch über das Hinspiel im Erlanger Vorort, das mit 4:4 ein ungewöhnliches Ergebnis brachte. Grund genug für eine besondere Anstrengung.

Ganz andere Probleme hat die DJK Ammerthal. Der sechste Saisonsieg ist Pflicht im Heimspiel gegen den TSV Aubstadt, wenn es noch klappen soll mit dem direkten Ligaerhalt. Der zweitschwächste Angriff muss sich endlich wieder treffsicherer präsentieren, ein 1:0-Sieg wie im ersten Aufeinandertreffen dieser Saison wäre ein Schritt Richtung Rettung.

27. Spieltag

Samstag, 4. April, 15 Uhr: SpVgg Bayern Hof - Alemannia Haibach (4:0/abgesagt), SV Memmelsdorf - TSV Neudrossenfeld (1:1), Viktoria Aschaffenburg - SC Eltersdorf (4:4), FSV Erlangen-Bruck - VfL Frohnlach (3:1), SpVgg Jahn Forchheim - SV Erlenbach (2:2), DJK Ammerthal - TSV Aubstadt (1:0); 16 Uhr: SpVgg SV Weiden - Würzburger FV (0:1), TSV Großbardorf - FC Amberg (2:2)

Nachholspiele

Ostermontag, 15 Uhr: SSV Jahn Regensburg II - SpVgg Bayern Hof (1:0); 17 Uhr: TSV Großbardorf - SV Erlenbach (-:-)
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