Vilstal-Imker blicken aufs Jahr - Treue Mitglieder geehrt
Milbe bleibt Thema

(sön) Die Varroamilbe bereitet den Imkern nach wie vor große Sorgen: Der Befall sei sehr hoch, berichtete Vorsitzender Stephan Graf bei der Jahreshauptversammlung des Imkervereins Unteres Vilstal in der Schlossgaststätte in Theuern. Ab Brutbeginn Mitte Januar habe sich der Befall monatlich verdoppelt, erste Völkerverluste habe es bereits im August gegeben.

Beim Blütenhonig sei die Ernte durchschnittlich gewesen, bilanzierte Graf. Bei der Sommertracht habe es fast keine, beim Waldhonig tatsächlich keine Ernte gegeben: "Wir mussten bereits im Juni füttern." Den im Großhandel erzielten Honigpreis nannte Graf erfreulich gut. "Die Königinnen-Aufzucht war gut, die Begattung während der Zuchtsaison sehr gut." Derzeit könne der Verein auf 17 Jungimker über zwei Jahre bauen, freute sich Graf. Neue Gesundheitswarte sind die Mitglieder Karl Siegert und Johann Müller.

Schriftführer Karl Siegert ergänzte die Ausführungen des Vorsitzenden. Schulungen und Vorträge zu Themen von Naturwabenbau bis Varroakontrolle seien monatlich angeboten worden. Die weiteren Aktivitäten reichten von einem Tagesausflug nach Weißenburg bis zur Standbesichtigung bei Stephan Graf.

Siegert hatte auch Zahlen parat: 475 Mitglieder besuchten die Vorträge, 614 Völker werden von den 71 aktiven Imkern des Vereins (davon 17 auf Probe) betreut, elf weitere Mitglieder sind passiv. Kassier Karl Schleicher präsentierte einen positiven Kassenstand. Georg Graf und Ludwig Kneißl bescheinigtem ihm ordentliche Arbeit.

Langjährige Mitglieder auszuzeichnen, sei ihm Freude und Ehre zugleich, betonte Vorsitzender Graf, als er mit seinem Stellvertreter Josef Reindl und Schriftführer Karl Siegert Tilmann Herbolzheimer, ehemaliges Vorstandsmitglied, die Ehrennadel in Bronze für 15-jährige Treue überreichte. Silber ging an Ulrich Siebenbürger (25 Jahre), Gold (50 Jahre) an das ehemalige Vorstandsmitglied Adolf Scharl. In der Diskussion einigte man sich auf Vorträge im kommenden Jahr zu den Themen Zuchtstoffabgabe, schlupfreife Zellen, Carnica und Buckfast sowie praktisches Arbeiten am Bienenstand. Für Mitte März sind Auswinterung und Brutraum-Anpassung geplant, Mitte Juli die Varroakontrolle und Mitte September die Varroa-Kontrolle (Reinvasion) und das Umweiseln der Völker.
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