"Vize" übernimmt Verantwortung

Der neue Vorsitzende der Spielvereinigung ist Günther Michl (Dritter von links). Er leitet die Geschicke des Vereins mit seinem Team. Bild: hbr

Günther Michl ist neuer Vorsitzender der Spielvereinigung Bruck. Neu-Mitglieder müssen im Jubiläumsjahr 2015 keine Beiträge bezahlen. Das Engagement des scheidenden Vorsitzenden Karl Berger wurde bei der Generalversammlung am Freitag gewürdigt.

SpVgg-Vorsitzender Karl Berger hob in seinem Rechenschaftsbericht vor zahlreichen Mitgliedern im Sportheim den Aufstieg der Tennis-Herren in die Bezirksliga heraus sowie den Aufschwung der beiden Gymnastikabteilungen, die mit einem umfangreichen Kursangebot punkten. Engagement werde vom Hauptverein belohnt, sagte Berger und verwies auf die Übungsleiterfortbildungen, die man finanziell unterstützte. Mit Nadine Janker und Bianca Wittmann kann der Verein zwei weitere Übungsleiterinnen vorweisen.

Große Eigenleistung

Als größere Anschaffungen im vergangenen Jahr nannte er die Beregnungsanlage und den neuen Ballfangzaun am Fußballplatz. Die Gesamtausgaben von 29 940 Euro konnten zwar ohne Schuldenaufnahme, aber nur mit Zuschüssen und der Eigenleistung der Fußballer von knapp 10 000 Euro geschultert werden. Das Vereinsheim wurde mit einer Beamer- und Tonanlage aufgewertet. Eine große Einschränkung sei von April bis heuer im Februar die Sanierung der Mehrzweckhalle gewesen. Jedoch zeigten alle Abteilungen Solidarität, und bei den Ausweichquartieren gab es grundsätzlich keine Probleme.

Einen "großen Brocken" hätten die Sparten seit 1. März mit der Hallenbenutzungsgebühr für die Schulturnhalle und die Mehrzweckhalle zu bewältigen. Der Vorstand fasste daher den Beschluss, dass diese Gebühren bis auf weiteres der Hauptverein übernehme. Nicht zufrieden war Berger mit dem Besuch des "Fußballerballs" am Rosenmontag. Er appelliere an alle Sparten, hier wieder mehr Gemeinsamkeitsgefühl zu zeigen. Stolz zeigte er sich am Interesse der Homepage, die im abgelaufenen Vereinsjahr 120 000 Mal angeklickt wurde. Die Spielvereinigung kann heuer ihr 90-jähriges Bestehen feiern. Der Vereinsausschuss legte fest, dass man dieses Jubiläum in einem kleineren Rahmen begehen wolle und das große Fest dem "100-Jährigen" vorbehalten bleiben soll. Am 19. September findet ein Kommersabend im "Meisl-Saal" statt. Die Feier beginnt mit einer Andacht in der Sebastians-Kirche, von wo aus man in einem kleinen Festzug zum Ortskern zieht.

Immer mehr Bürokratie

Bereits während des ganzen Jahres werden alle Sparten besondere Aktionen präsentieren und sich der breiten Öffentlichkeit vorstellen. In diesem Zusammenhang legte die Vollversammlung fest, dass alle Mitglieder, die in diesem Jahr der Spielvereinigung Bruck beitreten, für 2015 beitragsfrei gestellt würden.

Karl Berger hatte bereits im Vorfeld angekündigt, nun nach acht Jahren nicht mehr als Vorsitzender zu kandidieren. In seinen Abschiedsworten stellte er fest, dass die Funktion eines Vereinsvorsitzenden immer mehr zu einem Bürokraten-Job werde. Oft sei es für ihn eine Gratwanderung zwischen lockerer und strenger Führung der Sparten gewesen, bei der er seiner Meinung nach immer den richtigen Mittelweg gefunden habe, so der scheidende SpVgg-Boss.

In Punkto "demografischer Wandel" legte er seinen Nachfolgern ans Herz, junge Sportlerinnen und Sportler in den Spartenführungen mitwirken zu lassen und somit in die Vereinsarbeit einzubinden. Nur so könne man den künftigen Nachwuchssorgen entgegentreten.

Dritte Bürgermeisterin Inge Gleixner dankte Karl Berger in ihrem Grußwort für sein 18-jähriges Engagement als Vorsitzender und Kassier des größten Brucker Vereins. Berger habe den Verein nach turbulenten Jahren in ruhiges Fahrwasser gebracht und so ein gutes Verhältnis unter den einzelnen Sparten schaffen können. Unter seiner Führung sei es gelungen, einen funktionierenden Vorstand zu bilden, der ausschließlich zum Wohle des Vereins arbeitete, so die Sprecherin. Zur Arbeit der einzelnen Abteilungen meinte sie, dass diese ihren Auftrag, die Brucker Bevölkerung fit zu halten, bestens umsetze.

Gute Werbung

Ein großes Lob zollte sie den Jugendbetreuern, die den Kinder und Jugendlichen der Marktgemeinde mit ihrem Engagement die Möglichkeit geben, sich sportlich zu betätigen. Die sportlichen Erfolge könnten sich sehen lassen und seien eine gute Außenwerbung für den Markt Bruck, meinte Inge Gleixner abschließend. Nach den Berichten der Spartenleiter und der Ehrung langjähriger Mitglieder (Bericht folgt) stand die Neuwahl an (siehe grüner Kasten).
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