Vögeln eine Wohnung bieten

Bei der Feier wurden Mitglieder, die dem Oberpfälzer Waldverein Jahrzehnte die Treue hielten, geehrt. Bild: bph

"Die Stadt kann sich glücklich schätzen, einen solchen Verein in ihren Mauern zu haben", würdigte Bürgermeister Armin Schärtl die vielfältigen Aktivitäten des Oberpfälzer Waldvereins. Hut ab, was die Mitglieder das ganze Jahr über für den Naturschutz leisten.

Nabburg. (bph) Im Namen der Stadt dankte Schärtl bei der Feier im Gasthaus Wiesenbacher in Perschen der Ortsgruppe für den unentgeltlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit. Erneut erwies sich die vorweihnachtliche Feier als eine der beliebtesten Veranstaltungen im Terminkalender des Waldvereins. Vorsitzender Bernhard Wiezorek verhehlte deshalb nicht seine Freude über den guten Besuch. Sein Dank galt "Inges Stubenmusik" - Gabriele Bayer (Hackbrett), Inge Simbeck (Zither) Leo Dobmeier (Gitarre) - , die weihnachtliche Klänge abwechselnd mit besinnlichen Texten von Inge Wilhelm zu Gehör brachte.

Regelmäßige Kontrolle

In seinem Rückblick auf erlebnisreiche Stunden bei mehr als 20 Veranstaltungen erinnerte der Vorsitzende an Vorträge, gesellige Sitzweilabende in der Kulm-Hütte sowie informative Wanderungen. Ins Gedächtnis rief Wiezorek die viertägige große Wanderfahrt in das österreichische Kleinwalsertal. Ein Dank galt Jürgen Gehrmann für die Organisation.

Erwähnung fand auch die Nistkastenkontrolle in den fünf Waldgebieten rund um die Stadt. Die 193 "Behausungen" wurden von Johann Weiss, Erich Meyer, Siegried Grasser und dem Vorsitzenden unter die Lupe genommen. Elf Kästen mussten wegen Spechtschäden erneuert und nur einer konnte repariert werden.

Meisen und Kleiber

Nach wie vor nehmen Meisen (in 138 Kästen) den angebotenen Wohnraum in Anspruch. Es folgen Kleiber (11), Baumläufer (2), Hornissen (3), Wespen (3) und Hummeln (1). Von den Vogelbruten, die im Schnitt sieben Junge hatten, flogen rund 1050 Jungvögel ab. Dass auch die Fledermäuse sich in den vom Waldverein zur Verfügung gestellten "Wohnungen" gut aufgehoben fühlen, belegte der Vorsitzende ebenfalls mit beeindruckenden Zahlen: Elf Kästen wurden von den Tieren als Schlafplatz und zur Aufzucht ihrer Jungen benutzt. Registriert wurden bei der Kontrolle 105 Fledermäuse, darunter 20 Bechstein- , zehn Fransen- zwei Langohr- und 73 Wasserfledermäuse.
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