Vohenstraußer Beamte helfen entscheidend, langgesuchten Einbrecher dingfest zu machen
DNA-Volltreffer

Vohenstrauß. (dob) Es ist offenbar ein skrupelloser Profi, der in den vergangenen Monaten europaweit immer wieder mit der selben Taktik zugeschlagen hat. Jetzt wurde der Einbrecher überführt. Dan eines DNA-Treffers, den die Ermittlungsbeamten Hubert Brunner und Roland Suckart beim Einbruch in einem Gartenhaus gesichert hatten, gelang es, den 28-jährigen Rumänen zu entlarven.

Im Herbst 2014 hält ein Einbrecher die Polizeibeamten auf Trab. Vom 10. bis 13. Oktober wurden in einem Gartengrundstück am Ortsrand alle Gebäude durchsucht. Aus einem Deutz-Traktor zapfte der Unbekannte aus dem Tank, den er aufgebrochen hatte, 70 Liter Diesel ab und entwendete eine Batterie. Damals konnten die Beamten die DNA-Spur, die zur Identitätsklärung beitrug, sichern. Wie das gelang will der Dienststellenleiter, Erster Polizeihauptkommissar Martin Zehent, allerdings nicht verraten, denn das sei Täterwissen.

Auch die Trittspuren im Schuppen brachten die Beamten mit einem weiteren Einbruch in Leuchtenberg am selben Wochenende in Verbindung. Dort hatte der selbe Täter ebenfalls eine Feldscheune heimgesucht und eine Batterie aus einem Schlepper gestohlen.

Über die europaweite DNA-Datei des Landeskriminalamts ging der Profi-Knacker nun im Saarland bei einem erneuten Einbruch mit Diesel-Diebstahl ins Netz. Natürlich sei der Rumäne nach seiner Festnahme erkennungsdienstlich behandelt worden und das habe zu diesem DNA-Treffer zur Vohenstraußer Polizei geführt, freute sich Zehent. Durch die Zusammenführung der europaweiten Erkenntnisse kam heraus, dass der Rumäne nicht nur in der Region und in Deutschland sein Unwesen trieb, sondern auch in Österreich, Spanien und Frankreich bei Einbrüchen seine Handschrift hinterließ.

In diesem Zusammenhang appelliert der Inspektionsleiter an alle Bürger, bei einem Einbruch umgehend die Polizei zu informieren und vor allem am Tatort nichts anzufassen oder zu verändern, damit Beweisspuren gesichert werden können. "Einbrüche müssen sofort bei uns angezeigt werden." Nur so könnten die Täter gefasst werden, wie der aktuelle Fall zeige.

Immer wieder höre er in der Bevölkerung, dass Dieseldiebstähle oder Scheunenaufbrüche nicht bei der Polizei gemeldet werden, weil das wahrscheinlich sowieso im Sande verlaufe und nichts herauskomme, berichtet Zehent. "Mit diesem Fall haben wir das Gegenteil bewiesen."
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