Volker Schmitt holt Mannschaftssilber bei Reining-Europameisterschaft in Aachen
Letztes Turnier mit Smokin Mifillena

Aachen/Parkstein.(jup) Vor großem Publikum trafen sich am Wochenende die besten Reiningreiter Europas in Aachen, wo die FEI Europameisterschaften in fünf Disziplinen ausgetragen wurden. Bei der Reining-EM konnten die deutschen Teilnehmer zwei Mal Silber und ein Mal Bronze gewinnen. Gold in der Einzel- und Mannschaftswertung ging nach Italien.

Einen wesentlichen Anteil am Erfolg der deutschen Nationalmannschaft hatte der Parksteiner Volker Schmitt mit seinem American Quarter Horse Hengst Smokin Mifillena. Die beiden starteten im Mannschaftswettkampf als Erste für Deutschland und erreichten mit 217 den vierthöchsten Score. Dadurch legten sie die Basis für den Silbermedaillengewinn und Volker Schmitt sicherte sich zudem einen Platz im Einzelfinale. Hier scorten die beiden mit einer souveränen Leistung eine 216,5, die Platz sechs bedeutete.

Für den neunjährigen Hengst Smokin Mifillena, den Volker Schmitt komplett ausgebildet hat, war Aachen der letzte Championat-Einsatz. In den letzten drei Jahren gewannen die beiden unter anderem Mannschaftsgold auf der EM 2014 und waren Einzelfinalist der Weltreiterspiele sowie Deutscher Meister 2014. "Ich bin stolz auf dieses hervorragende letzte Championateinsatz von ihm", freut sich Volker Schmitt. "Mifi ist ein unheimlich konstantes Pferd, das einen niemals hängen lässt. Ab jetzt wird ihn seine Besitzerin weiter reiten."

Für die Zukunft hat Schmitt jedoch schon vorgesorgt. Bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz im nächsten Jahr, für die er sich aber noch qualifizieren muss, hat er schon ein, zwei Pferde in Aussicht, mit denen er starten kann.

Entdeckung in Kanada

Zum Reiten kam der Parksteiner durch einen halbjährigen Aufenthalt in Kanada. "Damals war ich nur mit einem Rucksack unterwegs und kam das erste Mal mit dem Reitsport in Kontakt", erzählte er. "Und irgendwie bin ich dann bei den Pferden hängen geblieben." An Wettbewerben nimmt Schmitt schon seit 25 Jahren teil. Der erste professionelle Wettkampf war damals ein einfaches Reining-Turnier.

Seitdem hat Volker Schmitt Deutschland mehrfach auf internationalem Parkett vertreten, angefangen bei den Weltreiterspielen 2006, wo die deutsche Nationalmannschaft knapp die Medaillenränge verpasste. Mit Chex Enterprise gewann er beispielsweise die Einzelwertung beim ersten CRIO, dem Reining-Nationenpreis in Kreuth. Der vielfache Bronze Trophy Champion und Futurity Champion holte gemeinsam mit Smokin Mifillena auf der FEI Europameisterschaft 2013 in Augsburg bereits Mannschaftsgold.

Auch das Silber im Mannschaftswettkampf in diesem Jahr hat für ihn persönlich einen großen Wert. "Die Medaille bedeutet mir sehr viel. Vor allem, da wir sie im eigenen Land gewonnen haben", sagte Volker Schmitt. "Es war natürlich auch eine super Werbung für den Sport, da das Fernsehen und viele Zuschauer da waren. Wir wollten uns optimal präsentieren und eine Medaille gewinnen", fügte er hinzu. "Dass uns das jetzt gelungen ist, ist super. Insgesamt war Aachen ein großartiges Turnier mit tollem Ambiente."

Abseits von Wettkämpfen ist Volker Schmitt als selbstständiger Reitlehrer auf der "Green-Valley-Ranch" in Schwand tätig, wo er hauptsächlich für die Ausbildung der Pferde zuständig ist.
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