Volkshochschule

Das Foto zeigt die VHS-Reisegruppe vor der steinernen Brücke, der wichtigsten Sehenswürdigkeit der südböhmischen Stadt Pisek. Bild: mül
Reise in vergangene Zeiten

Eschenbach/Kirchenthumbach. (mül) Die wenigsten der 50 Teilnehmer der VHS-Tagesfahrt nach Südböhmen wussten, dass die älteste steinerne Brücke Tschechiens nicht die Karlsbrücke in Prag ist, sondern im südböhmischen Pisek steht. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut, ist 110 Meter lang, überbrückt den Fluss Otava und war wichtig für den böhmischen Gold- und Salzhandel.

Am Vormittag hatte die Gruppe nach einer kurzen Wanderung durch die Auwälder die Burg Zvikov/Klingenberg erreicht. Sie ragt auf einem von drei Seiten von Wasser umgebenen Felsenvorsprung empor. Seit der Eindämmung des Orlik-Stausees ist das Tal unter der Burg überschwemmt. So liegt sie heute nur noch einige Meter über der Wasseroberfläche.

Dank der Instandsetzungen ist sie sehr gut erhalten und dient immer wieder als Filmkulisse, vor allem für Märchenfilme. Bei einer Führung bestaunten die Besucher die gotische Burgkapelle des Königspalastes. Nach einem Aufstieg auf einen der Türme hatte man einen herrlichen Ausblick auf den Moldau-Stausee.

Beim nachmittäglichen Spaziergang über das uralte Pflaster glaubte man sich in vergangene Zeiten versetzt. Ihre Entstehung verdankt die Stadt dem Reichtum an Mineralien in Form von goldhaltigem Sand, der hier seit dem 12. Jahrhundert gefördert wurde.

Von der Hirschbrücke aus war es nicht weit in das historische Stadtzentrum. Vom damaligen Reichtum zeugten auch die Dechaneikirche (13.Jahrhundert), das barocke Rathaus und die Überreste der einstigen königlichen Burg. Im erhaltenen Flügel der ehemaligen Burg befindet sich heute das Museum Prachen.

Zum Mittagessen war die Gruppe in der nahe gelegenen Brauereigaststätte eingekehrt. Dort stärkten sie sich mit gutem Essen und tschechischem Bier.
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