Volkshochschule

Zwischenstopp am Weserufer in der Nähe des mittelalterlich anmutenden Fachwerkstädtchens Rinteln: Jede Menge Kultur und Landschaft tankten die VHS-Radler bei ihren abwechslungsreichen Touren durch das Weserbergland. Bild: mül
Radwandern mit Genuss

Eschenbach. (mül) "Wo Fulda sich und Werra küssen, sie ihren Namen büßen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer der Weserfluss." Der berühmte Weserstein in Hannoversch Münden, der am Zusammenfluss der beiden Gewässer steht, war der Endpunkt der 23. Radltour der Volkshochschule, die ins Weserbergland führte.

Das Erfolgsrezept dieser beliebten Veranstaltung, die zum 13. Mal von Gerdi und Adolf Mückl geleitet wurde, besteht aus einer sorgfältigen Planung und Organisation sowie vorab der Erkundung der Routen und dem Test des Hotels. Nicht sportlicher Ehrgeiz, sondern Spaß an der Bewegung und genussvolles Radwandern sowie Kultur- und Landschaftserlebnisse stehen im Vordergrund.

Auf ihrer Tour erlebte die VHS-Radgruppe einzigartige Fachwerkstädte, Schlösser, Burgen, Märchen- und Sagengestalten, Romantik und eine herrliche Landschaft. Mit Bus und Radanhänger wurde zunächst Bad Pyrmont angesteuert, wo die 40 Radler bei einer Führung Interessantes über den "Hyligen Born" und das berühmte Heilbad erfuhren. Dann schwangen sich die Teilnehmer auf die Räder und fuhren die restlichen 30 Kilometer zum Vier-Sterne-Hotel in der Rattenfängerstadt Hameln, wo sie die nächsten fünf Nächte verbrachten. Rinteln, Vlotho, die Porta Westfalica, die ehemalige Bischofsstadt Minden, Bad Oeynhausen und Holzminden waren in den nächsten Tagen weitere Stationen der Radwanderung.

Absoluter Höhepunkt sowohl landschaftlich als auch kulturell war jedoch die Strecke von Holzminden über Höxter und Beverungen in die ehemalige Hugenottenstadt Bad Karlshafen. Unterwegs statteten die Radler dem seit 2014 zum Weltkulturerbe zählenden Corvey einen Besuch mit Führung ab.

Die Heimreise mit dem Bus unterbrach die Gruppe in Gieselwerder, um in die Dreiflüssestadt Hannoversch Münden zu radeln. Die an und für sich wenig anspruchsvolle Strecke erwies sich wegen des starken Gegenwindes als sehr kräftezehrend.
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