Volkstrauertag als Bekenntnis zum Leben
Toten Stimme geben

Pfarrer Albert Schlaffer mit Ministranten, Hans Meißner, Hans Spindler, KSK-Chef Josef Argauersowie die Markträte Johann Kick und Christine Post (von links) gedachten am Volkstrauertag mit zahlreicheNeudorfern den Toten von Krieg, Terror und Gewalt. Bild: hme
"Weil die Toten schweigen, beginnt immer wieder alles von vorn", zitierte dritter Bürgermeister Hans Meißner am Volkstrauertag den französischen Philosophen Gabriel Marcel. Auch Pfarrer Albert Schlaffer erinnerte an das große Leid, das Kriege über Menschen bringen.

Damit die Toten nicht schweigen, damit man ihre Stimmen höre, gebe es den Volkstrauertag, sagte Meißner. "Wir gedenken heute nicht nur der Opfer beider Weltkriege. Wir trauern auch um die Menschen, die Opfer der aktuellen Gewalt und des Terrors wurden." Es gehe um das unermessliche Leid, das Menschen in der Welt täglich über Menschen bringen.

Der Gemeindevertreter ging auch auf die aktuelle Lage in Syrien und in anderen Ländern ein. "Dort herrschen Kriege, deren Brutalität wir uns im 21. Jahrhundert nicht mehr vorstellen konnten oder vielleicht auch wollten." Er nannte es eine Mammutaufgabe für einen Großteil dieser Regionen, insbesondere der europäischen Staaten dies menschlich zu lösen oder in geordnete Bahnen zu lenken.

"Der Volkstrauertag darf sich nicht in der Rückschau auf die Geschehnisse der beiden großen Weltkriege und in der Tradition erschöpfen."

Er sei ein sehr aktueller Gedenktag, den man auch für die Zukunft brauche. "Heute bekennen wir uns zum Wert des Lebens." Meißner dankte der Krieger- und Soldatenkameradschaft mit Vorsitzendem Josef Argauer und den Vereinen für die Teilnahme und die Blumenspenden. Gemeinsam mit den Marktratskollegen Christine Post und Johann Kick legte er am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Hans Spindler spielte zum Abschluss auf der Orgel das Lied "Vom guten Kameraden" und die Nationalhymne.
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