Volkstrauertag

Der Volkstrauertag an diesem Wochenende ruft das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren in Erinnerung. Aber er weist auch in Gegenwart und Zukunft: Die Erinnerung an die Opfer von damals ist zugleich Mahnung zum Frieden.

In seinem Geleitwort zum Volkstrauertag 2015 schreibt Gerd Krause, Landesgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Bayern: "Die Erinnerung an vergangenes Leid und die Ängste um eine friedliche Zukunft heute dürfen uns nicht mutlos werden lassen. Wir müssen uns bewusst sein, dass Friede machbar ist. Hier bei uns bereits seit 70 Jahren. Dieser Friede ist ein Geschenk, das wir vor Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und kleinlicher Angst um Besitzstände bewahren müssen. Neid, Vorurteile und Gleichgültigkeit gegenüber anderen Völkern und Rassen müssen überwunden werden, wenn es zu einem friedlichen Neben- und Miteinander kommen soll".

Der Volkstrauertag gilt nicht nur den Soldaten beider Weltkriege, die gefallen, vermisst oder in Gefangenschaft umgekommen sind. Er ruft das Schicksal der Widerstandskämpfer ins Gedächtnis, das der Bomben-Opfer und derer, die bei Flucht und Vertreibung ihr Leben verloren. Eingeschlossen sind inzwischen auch Angehörige der Bundeswehr und anderer Einsatzkräfte, die in Ausübung ihres Dienstes verstorben sind, die Toten der Bürgerkriege unserer Tage und die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung.
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