Volkstrauertag hat nach wie vor seine Berechtigung - Grötschenreuth gedenkt seiner gefallenen ...
An Aktualität nichts eingebüßt

"Der Volkstrauertag ist so aktuell wie eh und je." Das stellte Feuerwehrvorsitzender Klaus Hanauer in seiner Ansprache am Kriegerdenkmal an der Fichtelnaabbrücke in Grötschenreuth heraus. Bei der letzten der drei Gedenkstunden zum Volkstrauertag im Stadtgebiet Erbendorf legte er gemeinsam mit Bürgermeister Hans Donko einen Kranz nieder.

Mit einem Rosenkranz in der Liebfrauen-Kapelle am Drahthammer wurde das Gedenken an die Opfer von Gewalt und Krieg eröffnet. Unter den Klängen der Blaskapelle Hederer bewegte sich der Trauerzug mit den Mitgliedern der Feuerwehr, der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Erbendorf sowie einer Abordnung des Erbendorfer Stadtrats mit Bürgermeister Hans Donko vom Feuerwehrhaus zum Kriegerdenkmal an der Fichtelnaabbrücke.

Dieser Tag betrifft uns doch

Hanauer stellte in seiner Ansprache heraus, dass viele Menschen sich mit dem Volkstrauertag nicht mehr identifizieren könnten. "Viele denken, die Kriege sind längst vorbei und es war eine andere Generation." Die Kriege seien heute weit weg. Doch es gebe auch andere Aspekte, die den Volkstrauertag rechtfertigen. "Dieser Tag betrifft uns doch", stellte der Vorsitzende fest. Vor 25 Jahren sei mit dem Mauerfall ein wiedervereinigtes Deutschland möglich geworden und die östlichen Nachbarn könnten in Frieden und Freiheit leben.

"Doch eine neue Bedrohung wird Realität, mit Folgen für uns." Er nannte dabei die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine, die Hanauer als neue Teilung Europas sah, und nicht zuletzt die Flüchtlingswelle auch aus Afrika. "Folgen gibt es viele", stellte er fest.

Nachdenken wichtig

Soldaten würden sich hinsichtlich der Nato-Stationierungen im Baltikum ihre Gedanken machen. Für Aufnahmelager gebe es bereits Notfallpläne.

"Wenn der Ölpreis steigt, wird es auch jeden von uns betreffen. Wenn wir es nicht schaffen, die Konflikte zu lösen, werden die Folgen bleiben", resümierte Hanauer. "Deshalb ist der Volkstrauertag wichtig, diese Themen zu überdenken."

Bürgermeister Hans Donko erinnerte an die wichtigen Jahrestage 2014 mit dem Beginn des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie dem Mauerfall. "Wenn wir auf diese Ereignisse von damals zurückblicken, wird klar, warum wir den Volkstrauertag begehen", sagte Donko.
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