Volkstrauertag in der Pfarrei Paulsdorf - Viele Gläubige
Aus Fehlern lernen

Der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege gedachte die Pfarrei Paulsdorf am Volkstrauertag. Zahlreiche Fahnenabordnungen der Vereine und viele Gläubige nahmen an der Feier am Ehrenmal teil, die von der Familie Schanderl mit Blasmusik umrahmt wurde.

Vorsitzender Albert Felbinger vom Krieger- und Soldatenverein erinnerte an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem 55 Millionen Menschen ihr Leben verloren hätten, müsse man alles daran setzen, dass ein derartiges Unrecht nicht noch einmal geschehe.

Kranz niedergelegt

Man trauere aber auch um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung in der heutigen Zeit, um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren hätten. Als Zeichen der Anteilnahme legte er einen Kranz nieder.

Nach vorne schauen

Dem Totengedenken am Ehrenmal war ein Gottesdienst vorausgegangen, den Studiendirektor Stefan Hirblinger zelebrierte. Auch er ging in seiner Predigt auf die Gefallenen der Kriege ein. "Ein Gedenken ist wertvoll, aber als bloßes Ritual wertlos", betonte er. Wer nur gedenke, schaue nach hinten, der Blick müsse aber nach vorne gehen. "Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen", sagte Hirblinger.

Die Menschheit habe mächtige Fortschritte beim Wissen gemacht, aber trotzdem bleibe die Frage offen: "Wo bleibt der Herzensfortschritt der Menschheit? Wo die Entwicklung des Friedens und der Versöhnung?" Wenn das Gedenken am Volkstrauertag hier ein wenig weiterhelfe, wäre es gut, erklärte der Prediger.
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