Volkstrauertag in Eschenbach: Peter Lehr und Manfred Dörner mahnen
Niemals vergessen

Peter Lehr am Kriegerdenkmal in Eschenbach. Bild: rn
"Der Mensch ist erst tot, wenn niemand mehr an ihn denkt." Mit diesem Brecht-Zitat begründete Bürgermeister Peter Lehr den Volkstrauertag. Vor dem Ehrenmal gedachten die Vereine der Opfer von Krieg, Vertreibung und Terror. Lehr erinnerte an vergangene Kriege, er wies aber auch auf die vielen Soldaten hin, die erst in jüngster Vergangenheit im Auslandseinsatz starben.

Manfred Dörner, der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, bot Zahlen vergangen Grauens an: von den 290 000 Soldaten der sechsten Armee kamen in Stalingrad rund 100 000 in Gefangenschaft, nur 6000 entkamen. Der Volkstrauertag solle mahnen. "Frieden kann nicht durch Gewalt erhalten werden. Er kann nur durch Verständnis erreicht werden."

Bürgermeister und Kameradschaften legten Kränze nieder, Pfarrer Thomas Jeschner und Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde sprachen Gebete. Die Stadtkapelle spielte das Lied vom "Guten Kameraden", Bayern- und Nationalhymne. Am Ehrenmal standen zwei Fackelträger der Reservistenkameradschaft. Sie hatte auch zwei Mitglieder für den Reservistenehrenzug in Regensburg abgestellt. Begonnen hatte das Gedenken mit einem Kirchenzug und einem von der Liedertafel gestalteten Gottesdienst. Pfarrer Jeschner sagte, der Volkstrauertag sei die richtige Antwort auf die Schreckensbilder von Paris.
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