Volkstrauertag nicht nur Tag der Mahnung, sondern auch der Hoffnung - Feierstunde in ...
Für friedliche und gerechte Welt einsetzen

(hkö) Auch im Neusorger Ortsteil Schwarzenreuth gedachten die Bürger der Kriegsopfer. Der Vorsitzende des Kapellenverein Schwarzenreuth, Hans Enders, stellte heraus, dass deutschlandweit und darüber hinaus der Volkstrauertag in verschiedener Weise gedacht wird. Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, der die Menschheit ins Verderben brachte.

Doch damit war noch nicht genug. Der Zweite Weltkrieg, so der Sprecher weiter, steigerte den Schrecken und die Gewalt ins Unfassbare. Die Namen der Gefallenen und Vermissten, die auf den Tafeln der Ehrenmäler verewigt sind, zeugten vom großen Leid, das auch vor Schwarzenreuth nicht Halt gemacht hat.

"Solche Gedenktage machen bewusst, welche Geschichte uns geprägt hat. Unser Gedenken an diesem Tag gilt den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft sowie all jenen Menschen, die verfolgt, verschleppt und vertrieben wurden. Wir denken auch an die Soldaten, die einen gefährlichen Dienst im Auslandseinsatz verrichten, machte Enders deutlich. Der Volkstrauertag als ein Tag der Mahnung, aber auch der Hoffnung auf Versöhnung, solle uns immer wieder dazu anspornen, dass wir uns für eine friedliche und gerechte Welt einsetzen, appellierte er. Bürgermeister Peter König verdeutlichte, dass es immer weniger Augenzeugen gebe, die das Unheil von damals erlebt haben. "Gerade deswegen müssen wir am Volkstrauertag, die Erinnerung wach halten." Der Volkstrauertag habe mit der Vergangenheit zu tun, betonte König. Aber im Gegensatz zur wissenschaftlichen und journalistischen Sichtweite sei das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft eine zutiefst emotionale Angelegenheit. "Mitgefühl ist gefragt", forderte der Bürgermeister. Mitgefühl entstehe, wenn wir uns das Leid der Menschen vor Augen halten, die während der Kampfhandlungen getötet oder in Lagern ermordet wurden. Der Bürgermeister forderte ebenfalls dazu auf, auch an die Soldaten der Bundeswehr zu denken, die weltweit im Einsatz stehen und für den Frieden kämpfen. Viele Soldaten hätten ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt. "Auch sie wollen wir in unser Gebet mit einschließen", bat der Bürgermeister. Anschließend legte er im Namen der Gemeinde einen Kranz am Ehrenmal nieder.
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