Vollmachten, Verfügungen, Erbrecht: Notar referiert
Wunsch und Wille

Einen Referenten, der einen umfassenden Überblick zum Thema Versorgungsvollmachten und Vererben gab, hatte Siedler-Vorsitzender Werner Höppel (rechts) eingeladen. Nach dem Vortrag von Notar Dr. Carl M. Niemeyer kam aber nicht nur Höppel zu dem Schluss: "Guter Rat ist teuer. Für den Laien ist vieles nicht überschaubar." Bild: rn
Gut vorgesorgt zu haben, gibt ein Gefühl der Sicherheit. Einen Beitrag dazu leistete ein Informationsabend der Siedlergemeinschaft, dem sich der Obst- und Gartenbauverein anschloss. Notar Dr. Carl M. Niemeyer sprach zum Thema "Vorsorgevollmacht und Vererben".

Der Jurist räumte ein, damit einen "weit gesteckten Rahmen" zu behandeln. Er kündigte daher einen nur groben Überblick an. Die Vorsorgevollmacht sei ein "privates Instrument, eine Generalvollmacht für den Fall, dass ich nicht mehr selbst handlungsfähig bin". Für dringend notwendig hielt er sie für Unternehmer und Landwirte.

Eine Betreuungsverfügung hielt Niemeyer insbesondere bei Alleinstehenden für angebracht. Ergänzt werden sollte sie durch eine Patientenverfügung, in der der Wunsch zum Ausdruck gebracht werde, wie man in einer bestimmten Situation behandelt werden wolle, zum Beispiel palliativmedizinisch. Zur Frage, ob ein oder mehrere Betreuer oder Bevollmächtigte eingesetzt werden sollten, nannte der Notar verschiedene Möglichkeiten. Aufgrund mehr Flexibilität favorisierte er aber eine Einzelvertretung. Die Frage, ob beim Vorliegen eines Ehe- und Erbvertrags eine Vorsorgevollmacht erforderlich sei, beantwortet der Referent mit "Ja". Andernfalls werde das Gericht tätig.

Beim Erbrecht unterschied Niemeyer zwischen gesetzlicher und testamentarischer Erbfolge. Ein Testament müsse als solches gekennzeichnet sein, komplett selbst handschriftlich gefertigt sowie mit Ort, Datum und Unterschrift versehen sein. Es sollte möglichst kurz gefasst werden.

"Der überlebende Ehepartner ist daran gebunden und kann es nicht mehr ändern", machte der Notar zum Ehegatten-Testament deutlich. Nahezu alle Themenbereiche führten zu Wortmeldungen und kurzen Aussprachen.
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