Vom Träger- zum Förderverein

Mit Walter Thurn als neuem stellvertretenden Vorsitzenden (vorne, Zweiter von links) geht der Förderverein Eschenbach der Musikschule im Vierstädtedreieck in die nächste Amtsperiode. Vorsitzender bleibt Günther Dilling (vorne, Zweiter von rechts). Schulleiter Joachim Steppert (vorne, links) informierte in der Jahreshauptversammlung über die schulischen Aktivitäten. Bild: do

Aufatmen beim Förderkreis der Pfarr-Sing-Musikschule: Nach der Übernahme der Trägerschaft durch die Kommunen im Vierstädtedreieck entfällt die Finanzierung durch den Verein. Dennoch ist er nicht überflüssig.

In der Jahreshauptversammlung in der Aula des Sonderpädagogischen Förderzentrums gaben ihm die Mitglieder deshalb einen neuen Namen: "Förderverein der Musikschule Vierstädtedreieck e.V. für den Standort Eschenbach".

Die Verantwortung war bisher riesengroß: Schwer lastete die Finanzierung des Schulbetriebs der Musikschule Eschenbach auf Vorsitzendem Günther Dilling und dem Vorstand. Doch nun übernehmen die Kommunen das Personalkostendefizit. Die katholische Pfarrgemeinde beteiligt sich deshalb nicht mehr an der Trägerschaft. "Die beste Lösung", wie Stadtpfarrer Thomas Jeschner betonte. Die Pfarrei war seit der Gründung des Förderkreises "geborenes" Mitglied.

Viele Jahrzehnte sicherte seitdem ein "harter Kern", zu dem lange Zeit auch Elisabeth Hartwanger als Vorsitzende gehörte, eine gute musikalische Bildung des Nachwuchses. "Ziel war immer der musizierende Mensch", merkte Hartwanger, bis zur Auflösung des Trägervereins stellvertretende Vorsitzende, an.

Dem Vorstand des neuen Fördervereins gehört sie nicht mehr an. Ihre Funktion übernimmt Musikpädagoge Walter Thurn. Ansonsten war Konstanz angesagt: Ein großes Personalkarussell blieb nach der Umwandlung in einen Förderverein aus (siehe Infokasten).

Vorsitzender Günther Dilling blickte in der Jahreshauptversammlung noch einmal auf die Gespräche mit der Stadt mit dem Ziel eines Zusammenschlusses der Musikschule Eschenbach mit der Pressather und Grafenwöhrer Einrichtung zurück. "Für den praktischen Unterricht, verbunden mit dem Austausch von qualifiziertem Lehrpersonal und dessen rationellem Einsatz, war es eine gute Entscheidung", kommentierte Dilling die Entwicklung.

Der Vorsitzende dankte gleichzeitig der Gründergeneration und lobte das leidenschaftliche Engagement vieler Eltern, der ehrenamtlichen Unterstützer und zahlreicher Geldgeber für die Eschenbacher Bildungseinrichtung: "Da waren Leute mit viel Herzblut tätig." Dilling ordnete die Musikschule im Kreis der Eschenbacher Bildungseinrichtungen als liebenswerten Kulturträger der Stadt ein.

Für die Elternvertretung berichtete Elisabeth Kallmeier über die vielfältige Unterstützung der Musikschule. Besonders gefordert sei das eingespielte Team bei den Konzerten. Der Pausenverkauf sei eine wesentliche Grundlage für die finanzielle Förderung durch den Verein, betonte Kallmeier. Sie erinnerte ferner an die Beteiligung der Elternvertretung am Tag der offenen Tür sowie bei Bürgerfesten und Weihnachtsmärkten.

Von einer letztmals sechsstelligen Umsatzsumme berichtete Schatzmeisterin Christine Rozinski. Zum Wirtschaftsjahr 2013 gehörte noch die Gesamtfinanzierung der Musikschule Eschenbach. "Unterrichtsgebühren, Mitgliederbeiträge, Spenden und Zuschüsse haben einen ausgeglichenen Haushalt gewährleistet", bilanzierte Rozinski. Eine hervorragende Kassenführung bescheinigte Kassenprüferin Brigitte Brüchner auch im Namen von Josef Rupprecht. Hintergrund
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