Von Ehinger bis Semmelroch

Unter der Maxime "Licht in das Dunkel der Geschichte bringen", entführten Dr. Markus Lommer und Andrea Grotzke die Gäste auf eine Zeitreise durch fünf Jahrhunderte lokale Gesundheitsgeschichte. Das Duo erinnerte an den Sulzbacher Marktplatz (an dem vor 25 Jahren die Wiege der IfG stand) im Jahre 1100 zwischen Kirche und Rathaus. Auch daran, dass sich schon vor 1000 Jahren auf dem Sulzbacher Burgberg ein Heilpflanzen-Garten mit den Pflanzen "Pterocarya" und "Ephedra fragilis", der sogenannten Flügelnuss, befand. Als erster Apothecker war ab 1541 Meister Hans Ehinger aktiv, der sein Domizil im Rathaus hatte. Weitere bekannte Personen im örtlichen Gesundheitswesen waren die "Sternsteinbäuerin" Flierl, Leibarzt Johann Ludwig Apinus, Hofarzt Dr. Johann Jakob Jantke und der Enkel Georg Wolfgang Franz Panzer. Viel geleistet für das bayerische Gesundheitswesen habe der Drucker, Verleger und Buchhändler Johann Easias von Seidel, schilderten die Referenten. So druckte er 1791 die "Bibel der Bayerischen Gynäkologie". Erfolgreich hat der Stadt- und Landgerichtsarzt Dr. Bernhard Joseph Schleis von Löwenfeld gewirkt, der 1771 mit dem "Sulzbacher Intelligenzblatt" das Oberpfälzer Pressewesen begründete. Aber auch Christoph Raphael Schleis von Löwenfeld, Exorzist und Wunderheiler Johann Joseph Gassner und aus dem letzten Jahrhundert der ärztliche Direktor des Stadt- und danach Kreiskrankenhauses, Dr. Heinrich Semmelroch, gehörten zu den Persönlichkeiten im Gesundheitswesen. (bt)
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