Von einem 80er zum anderen

Fritz Griesbeck, seine Ehefrau Margret und Sohn Thomas freuten sich über den Besuch von Bürgermeister Joachim Neuß (rechts). Bilder: cs (2)

Der eine arbeitete als Maurer und baut in seiner Freizeit Krippen, der andere war Bergmann und begeistert sich für den Sport. Den Tag, an dem sie auf die Welt kamen, teilen sich Fritz Griesbeck und Josef Schwemmer.

Gleich zwei Geburtstagsbesuche standen am Montag auf dem Terminkalender von Bürgermeister Joachim Neuß. Beide Jubilare schauen auf 80 Jahre zurück, aber wer da jetzt an Zwillinge denkt, liegt falsch.

In der Cham-Further Senke in Runding stand die Wiege von Fritz Griesbeck. Gerade vier Jahre alt, verlor er seine Mutter. Beruflich bedingt zog der Vater, ein Schachtmeister, mit dem kleinen Fritz nach Eschenbach und gründete mit seiner zweiten Frau wieder eine Familie. In der damaligen Kreisstadt ging Fritz Griesbeck zur Schule und machte eine Lehre als Maurer.

1951 kaufte die Familie, die um zwei Söhne gewachsen war, ein Anwesen in der Pfarrstraße in Auerbach. Während er am Umbau des Gasthofs "Wilder Mann" (Stauber) mitarbeitete, "funkte es" auf der Baustelle zwischen Fritz Griesbeck und seiner späteren Gattin Margaret.

Hochzeit 1958

Die Schneiderin war im Schneideratelier Stürmer, das damals im Haus Stauber eingerichtet war, beschäftigt. 1958 wurde Hochzeit gefeiert, 1965 machten sich die beiden an den Neubau am Rabensteig. Auch heute macht es ihm noch Freude, kleinere Arbeiten rund um das Eigenheim selbst zu erledigen. Er sieht es als Hobby, wie auch den Bau von Krippen. Über 27 Jahre hielt Fritz Griesbeck dem Michelfelder Bauunternehmen Hans Hofmann die Treue, bis er 1991 in den neuen Lebensabschnitt Ruhestand wechselte. Bürgermeister Joachim Neuss gratulierte namens der Stadt und übergab ein Wellnesskörbchen.

Bis zuletzt auf Leonie

Bis zum bitteren Ende mit der Stilllegung der Grube Leonie begleitete der Bergbau einen Großteil des Lebens von Josef Schwemmer. In der Sandstraße feierte auch er seinen 80. Geburtstag im Kreis der Familie.

In Welluck geboren, lernte er nach der Schulzeit zunächst als Metzger in Grafenwöhr. 1955 sattelte er auf den Beruf des Bergmanns um. Er begann im "Kleinen Johannes" in Pegnitz. Acht Jahre später fuhr er in die Grube Maffei in Nitzlbuch und später in das Auerbacher Bergwerk Leonie ein.

Einen Ausgleich für die Untertagearbeit suchte und fand er als Schiedsrichter im Freizeitbereich der heimischen Fußball-Mannschaften wie auch in der Region. Das macht ihm auch heute noch Spaß. Er gab seinem Sohn Wolfgang, der aus der Ehe mit Frau Marianne hervorging, damit ein gutes Vorbild. Dessen Schiedsrichter-Laufbahn führte ihn bis in höhere Ligen.

Viele Jahre übernahm Josef Schwemmer Verantwortung als Spartenleiter Fußball beim Auerbacher Sportclub "Glückauf". Aber auch der Handballsport findet sein Interesse, und bis ins hohe Alter begeisterte er sich fürs Skifahren.

Bürgermeister Joachim Neuß gratulierte zum Wiegenfest als Repräsentant der ganzen Stadt. Auch die Glückwünsche des Bergknappenvereins und der Bergpensionisten konnte der Jubilar entgegen nehmen.
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