Von lokalen Missgeschicken

Mit Akribie und Engagement werden die Wägen im Feldstadel hergerichtet. Die Besucher des Faschingszuges in Fischbach können sich wieder auf eine humorvolle Themenbewältigung freuen. Bild: heg

Die Vorbereitungen für den Zug laufen auf Hochtouren, das "Faschingsg'schrieb" ist abgeschlossen. Am Faschingsdienstag kommen wieder einige Tausend Menschen ins "Bergdorf". Ihnen werden die "Missgeschicke" während des Jahre vor Augen geführt.

Die Aufbauarbeiten im Feldstadel für den 33. Fischbacher Faschingszug sind in vollem Gange. Die 30. Faschingszeitung, das "Rummlfelser Faschingsg'schrieb", ist fertiggestellt und wartet darauf, am Faschingssamstag von maskierten Fußgruppen unter das Volk gebracht zu werden.

Die Themen - das Jahr über aufgeschnappt an Stammtischen und mitgeteilt von informellen Lieferanten - sind noch geheim und unter Verschluss. Die beiden Redakteure Birgit Fleischmann und Hermann Fendl verraten nichts, sie halten dicht. Doch eines ist sicher: Jeder aus der Altgemeinde Fischbach könnte ausgespielt oder zumindest in Gedichtform erwähnt werden.

500 Arbeitsstunden

Eine Auflage mit 500 Exemplaren wird am Faschingssamstag von Maschkerern verteilt. Auch beim Faschingszug ist das 40-seitige Werk erhältlich. Die lustigsten Geschichten daraus werden im Feldstadel, der "Wagenschmiede der Rummlfelser", ausgearbeitet und umgesetzt. Zugleiter Ulrich Fendl ist verantwortlich für das weit über die Grenzen Fischbachs hinaus bekannte Spektakel. Etwa 500 Arbeitsstunden und 2000 Euro an Material müssen investiert werden. Hinzu kommen Wägen und Fußgruppen aus der Bevölkerung mit eigenen Ideen, die sich in den Zug einreihen. Mehrere Musikgruppen sind dabei, 500 Kilo Süßigkeiten und weitere Schleckereien werden eingekauft.

Da man auf Spenden angewiesen ist, wird zwar beim Faschingszug kein Eintritt verlangt, aber an den Zufahrtsstraßen nach Fischbach kann bei den ehrenamtlichen Mitgliedern ein freiwilliger Obolus abgegeben werden. Das "Faschingsg'schrieb" ist hier ebenfalls erhältlich. Für die künstlerische Ausgestaltung der Wägen sorgen Birgit Fleischmann und Christine Leib im Feldstadel-Atelier, Ein Stamm von fünf bis zehn handwerklich begabter Helfer richtet die Requisiten und Aufbauten für den Zug her. "Sicherheit hat oberste Priorität", sagt Fendl. Trotzdem könnten Zwischenfälle nicht ganz ausgeschlossen werden. Daher investiere der Verein zusätzlich in eine Versicherung.

Noch Teilnahme möglich

Das Prinzenpaar Sabine I. und Martin I. ist unterdessen mit seinem Hofstaat auf Tournee. Bei Bällen und anderen Faschingsveranstaltungen tanzen die Gardemädchen und es erfreut das Männerballett. Meist sonntags könne man die Kinder- und Jugendgarde mit ihrem Prinzenpaar Sophia I. und Mario I. bei Kinderfaschingsveranstaltungen sehen, oder sie tanzten in Seniorenheimen, so Fendl. Private Gruppen und Wägen, die am Umzug am Faschingsdienstag teilnehmen möchten, sollten sich bei Zugleiter Ulrich Fendl jeweils samstags ab 9.30 Uhr im Feldstadel beim Feuerwehrhaus melden. Dort könnten auch Süßigkeiten und weiteres "Wurfmaterial" für den Umzug reserviert werden. Weitere Anfragen unter ulrich.fendl@basler.de
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