Von Mariä Himmelfahrt nach Johannisthal

Stadtpfarrer Konrad Amschl verliert seine rechte Hand. Zum 31. August beendet Alfred Kick seine pastorale Tätigkeit in der Kemnather Pfarrei. Er wechselt zum Exerzitien- und Bildungshaus Johannisthal bei Windischeschenbach.

Kemnath. (jzk) Dort tritt Alfred Kick am 1. September seinen Dienst als theologisch-pädagogischer Referent an. Nach eigener Aussage übernimmt er dort Leitungsaufgaben und hat Mitverantwortung für den Gesamtbetrieb. Mit seiner Ehefrau Andrea und seinen drei Kindern wird er aber weiterhin in seinem Wohnhaus in Kemnath leben.

Unter zwei Pfarrern

Damit endet für ihn eine 26-jährige Tätigkeit, die er nach seinem Theologiestudium in Regensburg am 1. September 1989 aufnahm. In dieser Zeit hat er die Stadtpfarrer Heribert Krichenbauer und seinen Nachfolger Konrad Amschl tatkräftig unterstützt. Zu seinen Aufgabenbereichen gehörten der Aufbau der Eltern-Kind-Gruppen, die Vorbereitung der Krabbel- und Familiengottesdienste mit seinen Arbeitskreisen und die außerschulische Sakramentenvorbereitung der Mädchen und Buben auf die Erstkommunion und Firmung. Außerdem war Kick für die Betreuung der über 200 Ministranten in der Pfarrei verantwortlich.

Für sie organisiert er nicht nur unzählige Gruppenstunden, sondern unternahm mit ihnen auch regelmäßig Ausflüge und mit jeweils über 50 "Minis" zwei Romfahrten.

Dazu kamen die Familienseelsorge und die Vorbereitung der jungen Paare auf den Empfang des Ehesakraments bei den Brautleutetagen im Dekanat. Als Vizepräses der Kolpingfamilie setzte der Pastoralreferent Jahr für Jahr mit dem Vorstand ein umfangreiches Programm um, dass vom Vater-Kind-Zelten bis zum großen Open Air reichte.

Bei der Seniorenarbeit erstellte Kick eine Jahresplanung für die monatlichen Seniorentreffs im Pfarrheim, bei denen er fast immer mit dabei war. Nicht unerwähnt bleiben darf sein Einsatz für den "Fairen Handel", der versucht, für wirtschaftlich benachteiligte Länder in der Dritten Welt bessere Wettbewerbschancen zu schaffen. In der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) war er für die Erwachsenenarbeit zuständig. Als einer der Ansprechpartner für den Kleinen Dienst in Kemnath sorgte er für Bürger, die dringend ehrenamtliche Hilfe brauchen.

Kontaktmann für Neubürger

Kick war Mitglied im ökumenischen Arbeitskreis 365. Im Pfarrgemeinderat war er in drei Sachausschüssen vertreten. In seiner Funktion als Kontaktperson für neu zugezogene Bürger erleichterte er diesen die Eingewöhnungsphase in der Stadt. Für die Mittel- und Realschüler organisierte er jedes Jahr die Tage der Orientierung (Einkehrtage). Als Mentor für Pastoralpraktikanten betreut er derzeit Peter Stubenvoll, der in diesem Schuljahr Erfahrungen in der Kemnather Pfarrei sammeln möchte. Alfred Kick hat die Ausbildung zum Trauerbegleiter gemacht und organisiert mit Elke Burger das Trauercafé und die Trauerseminare.

Für seinen Einsatz, seine Ideen und Tatkraft sagte ihm Konrad Amschl bei seinem 25-jährigen Dienstjubiläum im vergangenen September "Vergelt's Gott."
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