Von wegen Auswärtsschwäche

Der SV Etzenricht holt die volle Punktzahl bei Neuling Osterhofen und hatte seine stärksten Phasen in den ersten und abschließenden 20 Minuten.

Osterhofen. (war) Lange Zeit, von der 25. bis etwa zur 70. Minute bot die SpVgg Osterhofen bei ihrem Heimdebüt in der Landesliga eine Leistung auf Augenhöhe gegen den SV Etzenricht. In der entscheidenden Phase gegen Ende der Begegnung zogen die Gäste die Regie an sich und straften Konzentrationsfehler ab. Etzenrichts Trainer Michael Rösch lobte die Mentalität seines Teams: "Wir haben starke 25 Minuten geboten, dann lief das Spiel auf Augenhöhe. Mitte der zweiten Hälfte zeigten meine Spieler den weitaus größeren Willen zum Sieg. Mit Leidenschaft legten sie noch eine Schippe drauf und erreichten verdient die volle Punktzahl."

Die Gäste gingen engagiert in die Mittwochspartie, steckten die strapaziöse Anreise rasch weg und erarbeiteten sich sofort eine leichte optische Überlegenheit. SVE-Trainer Michael Rösch hatte die Mannschaft gegenüber dem Eröffnungsspiel lediglich auf einer Position verändert: Für Florian Hagn rückte Tobias Scharl in die Abwehrkette, gab ein solides Debüt.

Die Partie begann mit Chancen auf beiden Seiten, wobei sich die beiden Torleute nicht über Arbeitsmangel beklagen konnten. Beim 0:1 kurz vor der Pause stand wiederum SpVgg-Keeper Zellner im Brennpunkt. Er wehrte zwar gegen Pasieka ab, gegen Schimmerers Nachschuss unter die Latte war er aber machtlos.

Etwas mehr als fünf Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, als das Osterhofener Publikum den ersten Landesligatreffer ihrer SpVgg bejubeln durfte. Torschütze war Thomas Saller mit einem Volleyknaller aus sieben Metern. Etwa zehn Minuten benötigten Stephan Herrmann und seine Kollegen, um den Gegentreffer wegzustecken, Rösch vertraute auf die physischen Kräfte seiner Startelf und sollte Recht behalten. Die Rösch-Truppe zeigte mit ihrer Körpersprache, dass sie mehr als einen Punkt mitnehmen wollte und bei den Gastgebern forderte das hohe Tempo Tribut, Fehler schlichen sich ein. Einen verunglückten Rückpass erahnte Martin Pasieka, sprintete dazwischen, umlief den Torwart und schob aus spitzem Winkel zu 1:2 ein. Die endgültige Entscheidung ging auf die Kappe von "Joker" Klaus Moucha. Er schüttelte im Strafraum drei Osterhofener ab und vollstreckte in das Kreuzeck.
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