Von Wenz: "Zu wenig informiert"
Von Wenz: "Zu wenig informiert"

Neunburg vorm Wald. (mp) "In den Sitzungsunterlagen steht weniger drin, als in der Zeitung zu lesen war", kritisierte CSU-Stadtrat Christoph von Wenz. In einem Antrag zur Geschäftsordnung wollte er die Abstimmung über den ISEK-Entwurf von der Tagesordnung absetzen lassen. Aus den Veröffentlichungen über die künftige Ausrichtung der Stadtentwicklung (NT berichtetete am 12. Dezember) schloss von Wenz, dass die Stellungnahme des Architekturbüros Schober der Stadtverwaltung seit mindestens 10. Dezember vorgelegen habe. Nachdem er die Unterlagen mehrfach vergeblich angefordert, habe, sei ihm eine sachgerechte Vorbereitung auf die Sitzung nicht möglich gewesen. Der Stadtrat habe außerdem die neuen Schwerpunkte schon in der Juli-Sitzung definiert, eine erneute Vertiefung sei nicht nötig. Die überwiegende Mehrheit des Gremiums lehnte den Antrag allerdings ab, lediglich Dr. Richard Wagner hob dafür noch die Hand.

"Käseglocke endlich anheben"

Neunburg vorm Wald. (mp) Die SPD-Fraktion stimmte dem Entwurf zur ISK-Fortschreibung zwar zu, doch übte Sprecherin Margot Weber deutliche Kritik am bisherigen Projektverlauf. Fast alle bisherigen Initiativen in der Altstadt seien ohne ISEK-Einwirkung durch Privatpersonen realisiert worden. Auch der Bürger-Dialog verlaufe enttäuschend: Zum wiederholten Mal werde "Wünsch dir was" gespielt, dabei sei doch viel wichtiger, wie sich die Vision einer belebten Stadt umsetzen lasse. Laut Weber würden das Entwicklungskonzept und seine Festsetzungen viel zu häufig als "willkommener Schutz vor Konkurrenz" gesehen, Altstadt und Kundenwünsche spielten nur eine untergeordnete Rolle. Das Ja ihrer Fraktion begründete sie mit der Erweiterung um die Bereiche Wohnen, Dienstleistung, Kunst und Kultur, Tourismus und Freizeit. Damit werde endlich die Käseglocke gelüftet, die bisher "mehr Entwicklung verhindert statt ermöglicht hat".

Zustimmung kam auch von den übrigen Fraktionen. Für die CSU sah Klaus Zeiser den Entwurf als "wichtige Grundlage für die Anstrengungen, unsere Stadt weiterzuentwickeln". Martin Scharf (Freie Wähler) forderte, "wir müssen das fertige Konzept auch leben", nur dann gebe es Aussicht auf Erfolg. Die einzige Gegenstimme kam von Christoph von Wenz.
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