Vor 30 Jahren starb Landrat Christian Kreuzer - Gedenken im Stadtfriedhof Weiden
Für viele ein väterlicher Freund

Neustadt/Weiden. (zer) 35 Jahre bestimmte Christian Kreuzer als Landrat die Geschicke des Kreises Neustadt - so lange wie kein Anderer. Vor 30 Jahren starb er. Am 30. Todestag gedachten nun die Familien Kreuzer mit Landrat Andreas Meier und langjährigen Weggefährten am Grab im Weidener Stadtfriedhof des CSU-Politikers. Das Gedenken war eine Ehr-erweisung in Respekt und Anerkennung vor Kreuzers Lebensleistung.

"Unser Altlandrat verstand es perfekt, sich für eine positive Entwicklung des Landkreises einzusetzen, und das gerade in einer stürmischen Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg", sagte Landrat Meier. Kreuzer habe die Zeichen der Zeit, die Nöte und Bedürfnisse der Menschen erkannt. Sein Amtsantritt war geprägt von den Folgen und Hinterlassenschaften des Krieges.

Meier erinnerte am Familiengrab an Wohnungsnot, fehlende Altenheime, unzulängliches Material in den Krankenhäusern, Mängel an Schulen und fehlende Lehrkräfte sowie an Mangel an Heizmaterial. Die Wirtschaft sei am Boden gelegen. All diese Probleme stellten den frischgewählten Kreuzer vor schier unlösbare Herausforderungen. "Doch er krempelte die Ärmel hoch und packte an. Es entstanden Kreiskrankenhäuser, Grund- und Hauptschule, die Staatliche Realschule, das Berufsbildungszentrum für Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Kinderpflege, das Gymnasium, Turnhallen, Sportanlangen und mehr", erinnerte Meier und legte am Grab ein Gebinde nieder.

Im Beisein der Ehefrau Frieda Kreuzer (95) und Tochter Luise Kreuzer sagte Tochter Dr. Gabriele Hagemann, dass ihr Vater noch immer in den Herzen der Menschen lebe. "Er war ein Freund der Leute mit seiner väterlichen Art. Ihm war es wichtig, Wohlstand und gute Bildungschancen zu streuen. Jeder sollte ein Eigenheim oder Wohnung bekommen, Straßen entstanden, die Lebensbedingungen stiegen", erinnerte die Kreisrätin an ihren Vater.
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