Vor und hinter der Kamera

Sie waren Stars, sie machten Stars. Ohne Schauspieler gäb es keine Regisseure, ohne Regisseure keine Schauspieler. Drei Biografien nähern sich Fritz Lang, John Wayne und Martin Scorsese auf besondere Weise.

Norbert Grob: "Fritz Lang - Ich bin ein Augenmensch" (448 Seiten, 26 Euro, Propyläen-Verlag):Seine Filme erfanden die Kinowelt neu, sein Name steht für Meisterschaft. Fritz Lang, der Erschaffer von "Metropolis", "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" oder "Dr. Mabuse", ist eine Legende: Geschichtenerzähler und Bildkompositeur, Schauspieler, Autor, Bonvivant und vor allem begnadeter Regisseur. Er war ein obsessiver Visionär, als Künstler so innovativ wie unerbittlich, als Privatmann gern geheimnisumwittert. Norbert Grob, einer der besten Kenner von Fritz Langs Leben und Werk, legt die erste umfassende Biografie des Filmgenies vor.

"John Wayne: Bilder und Dokumente aus dem Leben einer Legende" (160 Seiten, mit 150 schwarz-weißen und 50 farbigen Abbildungen, 39,95 Euro, Knesebeck-Verlag):Mit legendären Rollen in Westernfilmen wurde John Wayne im 20. Jahrhundert zu einer der populärsten Kultfiguren. Der Mensch hinter dem Leinwandhelden, der liebevolle Vater, politisch engagierte Bürger, der Hochseeangler, Reiter, Pokerspieler und leidenschaftliche Raucher und Genießer, ist dagegen weniger bekannt. Dieser Band wartet mit nie publizierten Dokumenten aus dem Familienarchiv auf, mit Briefwechseln zu Schauspielerkollegen und Politikern - vollkommen neue Einblicke in das private Leben des Stars und den Alltag am Set.

Schließlich lockt das Buch Fans und Sammler mit Faksimiles von Ausweisen und Lizenzen sowie vier Filmpostern. Keine Publikation schildert so viele neue Aspekte seines Lebens wie dieser Band!

"Martin Scorsese: Sein Leben, seine Filme" (288 Seiten mit 250 farbigen Abbildungen, 49,95 Euro, Knesebeck-Verlag): Seit 1963 prägt Martin Scorsese mit seinen Filmen das Kinogeschehen. Filme wie "Taxi Driver", "GoodFellas", "Casino" oder zuletzt "The Wolf of Wall Street" begeistern ein Millionenpublikum und haben Stars wie Robert De Niro berühmt gemacht. Diese erste ausführliche Zusammenfassung seines Werks stellt mehr als 20 Filmklassiker vor, beschreibt aber auch seine Arbeit als Dokumentarfilmer, wie den Eröffnungsfilm der Berlinale 2008, "Shine a Light", über ein Konzert der Rolling Stones.

Hier gelingt erstmals die Darstellung aller Facetten des Schaffens dieses wohl bedeutendsten Regisseurs, Drehbuchautors und Produzenten unserer Zeit. Das Buch basiert auf persönlichen Aussagen Scorseses und zeigt viele unpublizierte Bilder.
Weitere Beiträge zu den Themen: Magazin (11335)12-2014 (6638)
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