Voranfrage für ein Hunde-Hotel
Stadtrat

Grafenwöhr. (do) Im Gebiet "Wolfsacker" bei Gmünd soll ein Hunde-Hotel entstehen. Bürgermeister Edgar Knobloch berichtete im Stadtrat von einer formlosen Anfrage der Interessenten "Zottel Hundehütte" und von Alexandra Walberer. Geplant sind auf einem Grundstück in der Gemarkung "Beim Wolfsacker" an der B 299 ein Hunde-Hotel mit Spielplatz, ein Hunde-Frisörgeschäft und ein Betriebsleiter-Wohnhaus. Derzeit ist die Fläche baurechtlich als Außenbereich eingestuft.

Bedenken gab es aus dem Gremium über künftige Belästigungen der Anlieger durch das Bellen der Hunde. Einig war sich der Stadtrat, die Gesamtproblematik, insbesondere die Frage des Immissionsschutzes, im Rahmen einer Bauvoranfrage durch das Landratsamt klären zu lassen.

Bereicherung oder Konkurrenz?

Grafenwöhr. (do) Bereicherung ja oder nein? Ein Schaden für die Gaststätten innerorts? Der Bauantrag von Emanuel Graf von Soden aus Garmisch-Partenkirchen für eine "Erlebnis-Gastronomie" im Gewerbegebiet am Gründerzentrum schied in der Stadtratssitzung die Geister.

Schon bisher steht auf dem Grundstück im Gewerbepark 8 eine Gewerbehalle. Nun beabsichtigt der Eigentümer eine Erweiterung zur gastronomischen Nutzung. Der Anbau ist in einer Größe von 17 mal 8 Metern geplant. "Eine Gastronomie war da unten nicht geplant, nur eine Verkaufsfläche", zeigte sich Thomas Schopf vom Bauantrag überrascht.

Auf Ablehnung stieß das Bauvorhaben bei Klaus Schmitsdorf. "Das schädigt die Gaststätten innerorts und ist wieder einmal ein Beitrag, die Innenstadt kaputt zu machen", kritisierte der Stadtrat der "Links-Partei"

Diese Sorge teilen Udo Greim und Helmuth Wächter nicht. Während Greim als dritter Bürgermeister den geplanten Restaurantbetrieb als Hoffnungsschimmer sah "das bringt Leben rein", verwies der frühere Bürgermeister auf die planungsrechtliche Zulässigkeit des Projekts. Bei zwei Gegenstimmen (Hannes Färber und Klaus Schmitsdorf) erteilte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen.

Keine Einwände gegen Stadtgalerie

Grafenwöhr. (do) Die geplante "Stadtgalerie" in Weiden beschäftigt nun auch die Kommunen in der Region. Hintergrund ist die überörtliche Versorgungsfunktion des künftigen Einkaufszentrums für die nördliche Oberpfalz. Deshalb gehört die Anhörung der Gemeinden im landesplanerischen Verflechtungsbereich dieses "raumbedeutsamen Vorhabens" zum Bebauungsplan-Verfahren.

Der Bebauungsplan-Entwurf sieht ein klassisches Mall-Konzept mit Kino und Parkhaus vor. Die überplante Fläche beträgt 19 000 Quadratmeter, die Einkaufsfläche 12 000 Quadratmeter. Eine Konkurrenzsituation zu den Grafenwöhrer Einzelhandels-Segmenten, vor allem zum Lebensmittel-Einzelhandel, konnte das Stadtbauamt nicht erkennen. Bei zwei Gegenstimmen der Links-Fraktion nahm das Gremium den Bebauungsplan-Entwurf zur Kenntnis und erhob keine Einwände.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)12-2014 (6638)
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