Vorbereitet sein

Die Marktgemeinde ergreift die Initiative. Sie will sich mit Vereinen und sozialen Organisationen an den Tisch setzen und ein Betreuungsnetz für Flüchtlinge knüpfen.

Fünf Asylbewerber leben derzeit in einem Gebäude in der Weidener Straße. 17 sollen in ein Haus im Weiherner Weg einziehen, Der Mietvertrag lauft ab 1. Dezember. Über 50 Flüchtlinge könnten im früheren Gasthaus "Zum Bären" untergebracht werden. Der Eigentümer hat einen Antrag auf Nutzungsänderung gestellt, über den das Landratsamt zu befinden hat. Wenn das Vorhaben genehmigt wird, baut der Eigentümer um. Dann wäre die Unterkunft wohl im Frühjahr/Sommer bezugsfertig, schätzt Bürgermeister Georg Butz. Die Marktgemeinde will nicht unvorbereitet sein. Das Problem aller Kommunen: Sie erfahren von der Belegung durch Landratsamt oder Regierung der Oberpfalz sehr kurzfristig.

Wer hilft mit?

Von seiten des Marktes werden nun Vereine und Organisationen angesprochen und um Unterstützung gebeten. Sportvereine könnten die Kinder mit der Jugend trainieren lassen. Bei Fußball versteht man sich auch ohne Worte. Butz möchte das BRK ins Boot holen, wenn Kleidung benötigt wird. Mit der Volkshochschule wurde gesprochen. Deutschlehrer, die einfache Begriffe vermitteln können, wären hilfreich. Die Kommune möchte sich an die örtlichen Pfarreien wenden. Die Diakonie hat Unterstützung signalisiert. Begleitung im Alltag wäre gefragt, beim Einkaufen, bei Arztbesuchen. Und es müssen auch öffentliche Räume bereitgestellt werden, um sich zu treffen.

Mit am Tisch sollen Vertreter der Kindergärten und der Schule sitzen. Asylbewerber haben laut Butz keinen Kindergartenanspruch, die Gemeinde ist also nicht in der Pflicht. Wenn es aber freie Kapazitäten geben sollte, wäre das die beste Form, Kinder zu integrieren. Dann müsste aber die Kostenübernahme mit dem Landratsamt besprochen werden. Für Schulkinder gibt es drei Varianten: Eingliederung in bestehende Klassen, die Bildung einer eigenen Klasse oder der Besuch der integrativen Klasse in Schwandorf. Das wird vom entstehenden Bedarf anhängen.

Die Einladungsschreiben werden in Kürze versandt. Als Termin ist der 19. November um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus ins Auge gefasst.
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