Vorbilder für alle Landwirte

Michael Wilhelm und Alois Weig haben sich für die Landwirtschaft besonders engagiert. Deshalb gehörte ihnen in einer Feierstunde des Bayerischen Bauernverbands (BBV) die ganze Aufmerksamkeit.

Landwirtschaftsamtsrat Wilhelm (64) und der bis 2014 amtierende stellvertretende Kreisobmann Weig (65) hatten sich besondere Verdienste um den BBV sowie um den ländlichen Raum erworben. Während Wilhelm in einer Feierstunde beim "Zirlwirt" die Ehrenmedaille und Ehrennadel des BBV erhielt, blieben für Weig lediglich lobende Worte beim Abschied übrig, denn der Ottenriether besitzt bereits sämtliche höchste Auszeichnungen.

Immense Begeisterung

Geprägt vom Bruder Klaus von der Flüe, dem Patron der Katholischen Landjugend, aus deren Reihen Weig kam, verstand er es, Glauben, politisches Wirken und Einsatz für seinen Berufsstand getreu den Lebensgrundsätzen des Heiligen "Mit dem Glauben aktiv etwas bewegen und verändern" zu vereinen. Dafür stand Weig in den 40 Jahren seines Wirkens. Wertbegriffe wie Solidarität und Verantwortung träfen auf beide Geehrten zu, die immense Begeisterung für die Landwirtschaft zeigten. Sie hätten vieles geschultert, auf den Weg gebracht und die dafür notwendige Kraft, Ausdauer sowie Kompromissfähigkeit mobilisiert. "Ihr habt die vielen großen und kleinen Aufgaben stets gerne angepackt, Erfahrung und Wissen weitergegeben, eben weil euch die Landwirtschaft und der ländliche Raum eine Herzensangelegenheit sind", würdigte BBV-Bezirkstagspräsident Franz Kustner.

Die Gesellschaft brauche tatkräftige Optimisten wie Weig und Wilhelm, die sich für ihre Berufskollegen, für die Umwelt und das Gemeinwesen einsetzen. "Mit eurem Charisma, Selbstvertrauen und der Bereitschaft zu eigennützigem Engagement seid ihr wichtige Vorbilder für den Berufsstand und vor allem für die jungen Landwirte", sagte der Sprecher. Weig und Wilhelm zeichne jedoch auch die starke Verbundenheit mit der Heimat aus.

In Weig und Wilhelm hätten die Landwirte energische, kompetente und verlässliche Anwälte und Fürsprecher gehabt, die mit Überzeugungskraft, Anpassungsfähigkeit und Offenheit die weltweiten Entwicklungen angingen. "Weig prägte und formte wie wenige vor ihm den Berufsstand im Landkreis und das alles ehrenamtlich", versicherte Kreisobmann Josef Fütterer. Bis heute sei ihm die Dorf- und Betriebshelferstation, deren Vorsitzender Weig nach wie vor ist, ein Herzensanliegen. Seit über 20 Jahren bemühe er sich als Vorsitzender um beste Erzeugerpreise bei der Erzeugergemeinschaft Schlachtvieh in der Oberpfalz (ESO).

Geschätzter Impulsgeber

Jeder Abschied sei von Wehmut geprägt, stellte Kreisbäuerin Christa Kick in Richtung Weig fest. Für die Landfrauen sei der Ottenriether stets ein geschätzter Impulsgeber und ein starker Helfer sowie Vorbild und Ansporn gewesen. Landwirtschaftsmeister und Stadtrat Alois Lukas überbrachte die Glückwünsche aus Weiden. Mit Landwirtschaftsamtsrat Wilhelm hatte er an der Landesanstalt für Landwirtschaft im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung in Almesbach hervorragend zusammengearbeitet. Vor allem als Fachberater und Verantwortlicher für den Rinderbereich sei er der richtige Mann gewesen, aber auch als Lehrgangsleiter der Almesbacher Tierhaltungskurse.

Der Redner lobte Weig für die Verdienste einer schlagkräftigen Fleischvermarktung. Die Ehefrauen der Geehrten, Magdalena Weig und Christina Wilhelm, erhielten Blumen.
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