Vorbildliche Nachbarschaftshilfe bei Brand in Rupprechtsreuth - THW räumt Balken und Schutt ...
Pferde auf mehrere Scheunen verteilt

(sei) Überall erinnerten am Mittwochmorgen verkohlte Balken an den Großbrand. Nur die Pflanzen in den Blumenkästen vom Wohnhaus vom Brandleider blühten, als wäre nichts passiert.

Kommandant und Einsatzleiter Siegfried Janner blickte noch einmal auf das Feuer zurück, das am Dienstag fünf Scheunen eingeäschert hatte (wir berichteten). Der Einsatz sei für die 135 Feuerwehrleute schwierig gewesen. Funkenflug hatte beim Nachbarn Weidener bereits den Dachstuhl der Scheune entzündet. Und auch beim Nachbar-Anwesen Weiss klirrten die Fensterscheiben. Noch im Umkreis von 200 Metern gab es Brandnester in den benachbarten Gärten, und es begannen Holzstöße zu brennen.

Bürgermeister Stephan Oetzinger sorgte für warmes Essen für die Einsatzkräfte. Die Verpflegungsstelle wurde bei Helmut Meißner eingerichtet. Lob gab es auch für die Hilfsbereitschaft der übrigen Nachbarn. Jeder half, wo er nur konnte. Die Landwirte stellten Güllefässer mit Wasser zur Verfügung, und Lorenz König räumte eine Wiese, wo dann das noch glimmende Heu und Stroh gelagert und überwacht werden konnte.

Sehr hilfreich war laut Janner der Teich der Familie Melchner. Das Wasser aus den Hydranten hätte nicht ausgereicht. "Wir hätten lange Schlauchleitungen bis aus Mantel legen müssen." Janner und Oetzinger forderten Einsatzfahrzeuge des THW an. Sie beseitigten Brandgut. Dabei mussten immer wieder neue Brandnester gelöscht werden. Die Baufirma Kraus half schnell und unbürokratisch und riss eine einsturzgefährdete Wand zum Nachbargrundstück ab.

Die Nachbarn waren alle damit beschäftigt, mit Hochdruckreinigern ihre Terrassen zu säubern und die Gärten in Ordnung zu bringen. In den abgebrannten Scheunen waren Pferde untergestellt. Die wurden auf Ställe im Ort verteilt.
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