Vorliebe zum Pokal bestätigt

Neuzugang Thomas Mallette, der sich hier energisch gegen einen Forchheimer Spieler durchsetzt, brachte nach seiner Einwechslung zur Pause deutlich mehr Schwung in das Weidener Spiel. Mit zwei Toren in diesem Abschnitt endete das Pokalspiel mit einem 2:0-Heimsieg. Bild: Schwarzmeier

Bayernligist SpVgg SV Weiden fühlt sich im Pokal einfach pudelwohl. Die Mannschaft von Trainer Tomás Galásek hat den Einzug in die Hauptrunde des bayerischen Wettbewerbs geschafft. 2:0 hieß es am Ende gegen den Ligakonkurrenten SpVgg Jahn Forchheim.

Weiden. (lst) Weidens Sportlicher Leiter Christian Stadler freute sich, dass endlich Thomas Mallette, der schon seit längerem bei der SpVgg SV Weiden mittrainiert, zum Einsatz kam. Denn inzwischen sind die arbeitsrechtlichen Details geklärt, so dass die Spielberechtigung des 24-jährigen Kanadiers rechtzeitig vor dem Pokalspiel vorlag.

Gegen Forchheim saß er zunächst auf der Bank, ebenso Josef Rodler - ein weiterer Neuzugang. Es fehlte weiterhin Thomas Wildenauer, der nach einem operativen Eingriff erst in zwei bis drei Wochen einsatzbereit sein wird. Rafael Wodniok greift nach seinen muskulären Problemen erst Anfang nächster Woche ins Geschehen ein. Weitaus schlimmer erwischte es A-Junior Marco Kießling, dessen Knieverletzung sich als Kreuzbandriss herausstellte, der am Montag operiert wird.

Dennoch konnte SpVgg SV-Trainer Galásek eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken, in der mit Florian Reich und Michael Busch zwei eigene Jugendliche standen. Gegen die neu formierten Forchheimer agierten die Gastgeber zunächst aus einer gesicherten Abwehr heraus und griffen erst an der Mittellinie den Gegner an. Dennoch hatte die SpVgg SV nach 120 Sekunden die erste Möglichkeit, doch Jahn-Keeper Tugay Akbakla fischte Johannes Scherm den Ball vom Fuß.

Forchheim stand in der Defensive weitaus höher als die SpVgg SV und versuchte so den Spielaufbau der Platzherren zu unterbinden. Die ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Nach fünf Minuten kamen die Oberfranken erstmals etwas gefährlich vor das Weidener Gehäuse, doch Tim Basener hob einen Freistoß aus 22 Metern übers Tor. Es entwickelte sich ein taktisch geprägtes Match auf Augenhöhe, in dem die Schwarz-Blauen nach und nach selbstbewusster agierten. Die erste nennenswerte Chance hatte Forchheim erst nach 37 Minuten, doch Max Bauernschmitt verfehlte das Weidener Gehäuse mit einem Schuss knapp. Das 1:0 musste Hegenbart dann machen, als er völlig frei aus sechs Metern drüber schoss (41.) - so blieb es beim 0:0 nach 45 Minuten.

Deutliche Belebung

Galásek brachte in der zweiten Hälfte mit Mallette und Rodler zwei frische Kräfte, die im Zusammenspiel ebenso die Führung vergaben. Es entwickelte sich ein ähnlicher Spielverlauf wie im ersten Durchgang. Allerdings machte dieses Mal die SpVgg SV das Tor: Graf eroberte sich im Mittelfeld den Ball und passte genau auf Hegenbart. Der überlupfte aus 15 Metern den herauseilenden Jahn-Schlussmann zum 1:0 (53.).

Ein Treffer, der der SpVgg SV noch mehr Sicherheit verlieh, während Forchheim etwas mehr Härte in die Partie brachte. Weiden hatte in der 67. Minute das 2:0 auf dem Kopf. Mallette, der das Spiel der SpVgg SV merklich belebte, flankte von rechts direkt auf den gefährlichen Rodler, der aus vollem Lauf nur knapp drüber köpfte. Von den Oberfranken, die nun eigentlich mehr machen hätten müssen, kamen weiterhin nur sporadische Angriffe. Forchheim schwächte sich selbst: Hendrik Hassa (83.) holte Mallette von den Beinen und musste mit Gelb-Rot vom Platz. In Unterzahl hatten die Gäste erst Recht keine Möglichkeit mehr, das Spiel zu drehen. Im Gegenteil: Egeter setzte sich in der 86. Minute auf der rechten Seite durch, seine Flanke verlängerte Rodler unhaltbar ins lange Eck zur Entscheidung.
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