Vorreiter für verantwortungsbewusstes Handeln

Bei ihrer "Amtschefkonferenz" im Januar 2014, so der Kreisvorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) Werner Reinl beim Milchbauernstammtisch, hätten auch die Staatssekretäre der deutschen Agrarministerien dafür plädiert, dass "die EU-Ebene mit schlagkräftigen Befugnissen ausgestattet werden (solle), um frühzeitig und präventiv auf drohende (Milch-)Marktverwerfungen reagieren" und "stabilisierende Begleitmaßnahmen" ergreifen zu können.

Ähnlich hätten sich die Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern geäußert. Mit seinem detaillierten Konzept, so Reinl, nehme der Milchviehhalterverband eine Vorreiterrolle ein: "Bei den Fachgesprächen konnte nur der BDM ein ausgearbeitetes Konzept vorlegen." Anregungen für ein "Krisenmanagement" hätten nichts mit "Planwirtschaft" zu tun, sondern seien als Notmaßnahme für Ausnahmesituationen gedacht.

Dabei sollten die Landwirte zunächst zur freiwilligen Produktionssenkung aufgerufen werden, erst bei extremen "Marktverwerfungen" solle eine allgemeinverbindliche Rückführung der Milchanlieferung für einen begrenzten Zeitraum greifen.

Neben dem "Marktverantwortungsprogramm" propagierten der BDM und der europäische Milchbauern-Dachverband EMB weiter ihr Konzept einer kontinuierlichen "flexiblen Milchmengensteuerung", um Schieflagen am Milchmarkt zu vermeiden: "Den Entwicklungen in Europa kommt wesentliche Bedeutung für den Weltmilchmarkt zu." Erklärtes Ziel der BDM-Vorschläge sei es, das Verantwortungsbewusstsein der Milcherzeuger zu schärfen, unterstrich Werner Reinl. (bjp)
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