Vorsichtshalber Tanz mit Eimer

"Hoch soll er leben" Die Burschen trugen Michael Schuster, ihren Oberkirwaburschen 2015 rund ums Tanzpodium.

Rieden hat die schönste Kirwa. Doch damit nicht genug: "Mir hom die schönsten Kirwamoidln!" Daran ließen die Burschen keinen Zweifel, als sie die lautstark Gewürdigten mit einem geschmückten Traktor einholten.

(sön) Trotz tropischer Temperaturen drängten sich mehrere Hundert Zuschauer am Sonntagnachmittag um den Kirwabaum, als die 18 Riedener Paare ihre Tänze vorführten. Mit gefüllten Maßkrügen um den Baum und Wassereimern auf dem Podium hatten die Akteure "für Erfrischung von innen und außen" vorgesorgt.

Die drei Schnarndorfer Musikanten spielten zu den Tänzen auf. Die Sternpolka, den Schecher, einen Bayrischen mit Figuren, Zwiefache und Walzer hatten die Riedener mit Dieter Kohl aus Hirschau einstudiert. Die Zuschauer, waren begeistert und geizten nicht mit Beifall.

Die Riedener verstehen es, kräftig zu feiern - gerne auch gleich im Doppelpack. So gesellte sich am Wochenende zum 44. Vilstalfest schon zum 14. Mal die Kirwa. Bilder von Hubert Söllner


Dazwischen nahmen die Tänzer einen kräftigen Schluck aus ihren Krügen: "Etz trink' ma amal, denn der Rausch lausst' nou!" Und sie wussten auch als echte Goaßlandler: "Wir ham die beste Kirwamusik." Mit einem Walzer wurde das neue Oberkirwapaar ausgetanzt. Simone Weinfurtner und Michael Schuster ergatterten diesen Ehrentitel und warfen gleich Süßigkeiten unters Volk. Nach ihrem Ehrentanz ging's ab ins Festzelt, das Publikum war vom Zuschauen hungrig und durstig geworden. Kaffee gab's, Kuchen, Torten und Küchln dazu, aber auch eine frische Maß und auch eine deftige Brotzeit.

Die drei Schnarndorfer (Michl Köppl mit seiner Quetschn, Andreas Wilhelm mit der Gitarre und Fredl Kerschner am Baritonhorn) spielten weiter auf, die Paare tanzten auf der Bühne - eine Kirwastimmung, wie sie nach einem pfundigen Austanzen sein soll. Die Kinder hatten sich bei Omas und Opas eine Taschengeldzulage besorgt, amüsierten sich am Kinderkarussell, in Autoscootern, an der Wurf- und der Losbude und investierten in Süßigkeiten.

Am Abend übernahmen dann die Gipfel Gaudi das musikalische Kommando mit Melodien für Jung und Alt, volkstümlich und urig, aber auch modern. Nicht nur aus der Bar hörte man immer wieder "Oh Kirwa lau niat nou." Der Montag wurde für die Paare dann noch einmal richtig stressig. Nach einem Weißwurstfrühschoppen waren beim Kirwabärtreiben noch einmal alle gefordert. Am Abend sorgte Grögötz Weißbir für Bierzeltgaudi.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/vilstalfest2015
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