Vorsitzender der Blaskapelle St. Georg übt Kritik bei Hauptversammlung - Gemeinde sichert ...
Vorschriften erschweren die Vereinsarbeit

(sön) "Die Vorschriften durch Staat, Verbände und Institutionen werden immer komplexer und unüberschaubarer", klagte Vorsitzender Klaus Nemeth bei der Jahreshauptversammlung der Blaskapelle St. Georg im Pfarrsaal. So werde es für einen Verein immer schwieriger, Aktivitäten zu veranstalten, sich finanziell über Wasser zu halten, Mitglieder zu bekommen und Leute zu finden, die den Verein ehrenamtlich am Laufen halten. "Trotzdem haben wir es auch 2014 wieder geschafft." 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner lobte die Mitglieder mit einem "Weiter so" für ihren Einsatz bei kirchlichen und weltlichen Festen. Er versicherte, "die Marktgemeinde wird euch auch weiter unterstützen".

Momentan 63 Aktive

Die Blaskapelle St. Georg kann nach den Worten ihres Vorsitzenden derzeit auf 63 aktive Musiker bauen - 38 im Blasorchester, 24 in der Einzelausbildung, sechs Blockflöten-Kinder, vier in musikalischer Früherziehung und Musikgarten. Dazu kommen neun Vorstands- und über 151 passive Mitglieder. Falschmeldungen an den Nordbayerischen Musikbund, andere Unzulänglichkeiten und nicht optimale Nachwuchswerbung hätten zu einem "buchmäßigen" Mitgliederrückgang geführt. "Aber seit Sommer/Herbst haben wir neue Ausbilder im Bereich Blockflöten und musikalische Früherziehung - das läuft jetzt wieder."

Dicker Terminkalender

Im abgelaufenen Jahr habe die Blaskapelle eine Vielzahl von Terminen absolviert, berichtete Nemeth. So seien neben 33 musikalischen Auftritten etwa zehn vereinseigene Aktivitäten und über 40 Proben zu zählen. Er erinnerte an die Teilnahme am Faschingszug, die Georgs-Kirchweih mit Standkonzert und die Konzertreise nach Rottenbuch. Dazu kommen weiter die Auftritte, vom Sommerfest bis zum Marktsonntag. Höhepunkt sei natürlich das eigene Jahreskonzert gewesen. Weitere Verpflichtungen reichten von kirchlichen Terminen wie Pfarrfamilienabend bis zum Adventskonzert in Rieden.

Große Belastung nebenbei

Die Belastungen für die Musiker neben Beruf, Studium und Schule seien enorm, machte Nemeth deutlich. Dirigent Miroslaw Zgrzendek stellte detailliert alle Ausbilder vor. Er versicherte, dem Anspruch der Musiker zu folgen, Sommer- und Pfarrfest musikalisch noch mehr zu bereichern "und beim Pfarrfest noch eine Schippe draufzulegen".

Finanzminister Adalbert Obermeier präsentierte trotz hoher Ausgaben einen positiven Kassenstand mit einem "Polster für die Zukunft". Dank zollte Pfarrer Gottfried Schubach allen, die sich für die Blaskapelle engagieren, nannte dies "eine gelungene Jugendarbeit im Sinne der Pfarrei" und wünschte alles Gute.
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