Vorsitzender der MMC kritisiert schwindendes Engagement
Religiöse Traditionen gelten immer weniger

"Für 60 Jahre bei der MMC Kohlberg sagen wir Ferdinand Steinsdörfer ein Vergelt's Gott." Urkunde, Ehrennadel, Gutschein und ein gereimtes Lob des Vorsitzenden Wilhelm Zwack waren das Dankeschön für die Treue zur Marianischen Männercongregation (MMC). 19 Männer bilden die Kohlberger Filiale. "Der Mitgliederstand ist stabil, Neuzugänge wären wünschenswert", sagte Zwack.

Willkommen hieß er im neuen Pfarrheim Pfarrer Irudayaraj Devadass aus Kaltenbrunn. "Leider wird es das letzte Mal sein, da er nach Indien zurückkehrt." Zwack übergab eine Spende, die Devadass für ein bedürftiges Kind in seiner Heimat verwendet. Der Kaltenbrunner Pfarrer beschrieb den Sodalen seine Heimat, deren über 5000 Jahre lange Geschichte, die verschiedenen Religionen und das hier total unbekannte Kastenwesen, das immer noch das Leben der Bewohner beeinflusse.

Zwack gab bekannt, dass die Maiandacht in der Kapelle in Röthenbach mit dem katholischen Frauenbund auch heuer geplant ist. "Leider haben wir für die nahe Zukunft oder womöglich nie mehr eine Ausweichmöglichkeit, denn die Schlosskapelle ist in einem unbegehbaren Zustand", bedauerte der Vorsitzende. Bei der Fronleichnamsprozession 2014 hat die MMC die Muttergottesstatue durch den Ort getragen. Mehr Teilnahme bei den Vor- und Nacharbeiten und auch für die Familienaltäre wäre angebracht. "Schade, dass diese religiösen Traditionen immer weniger gelten", resignierte Zwack.

Mit einem kleinen Finanzpolster geht die MMC in das neue Jahr. Die Leinwand, auf der nach den Berichten die Bilder des Vereinsjahres gezeigt wurden, hat ebenfalls die MMC gesponsert. In der Kirche hielt Devadass die Eucharistiefeier. Die Sodalen sprachen die Weihe-Erneuerungsformel vor dem Marienaltar.
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