Vorsitzender Stephan Andörfer erklärt, warum sich der SV Steinmühle anpassen und verändern muss
Sportverein im Wandel

Der SV Steinmühle befinde sich im Wandel - dies betonte Stephan Andörfer in seinem Rechenschaftsbericht bei der Jahresversammlung. Die allgemeine demografische Entwicklung und eine zunehmende Ehrenamtsmüdigkeit stellten Vereine vor Herausforderungen. Es sei daher unumgänglich, Verpflichtungen auf den Prüfstand zu stellen, die in der Vergangenheit selbstverständlich waren, so Andörfer.

Offenheit und Transparenz

"Der SV muss sich den sich ändernden Gegebenheiten anpassen und hat bereits erste Konsequenzen gezogen." Wichtig seien in diesem Zusammenhang Offenheit und Transparenz. So soll es bei Beerdigungen von Mitgliedern grundsätzlich keine Trauerabordnung mehr geben. Denn wegen des heutigen beruflichen Umfelds sei es zunehmend schwieriger geworden, Abordnungen zu den Zeiten der einzelnen Beerdigungen zusammenzustellen. Dennoch wolle man dadurch ein ehrendes Andenken bewahren, indem man Traueranzeigen in der Zeitung schalte und indem die Namen der Verstorbenen in der jährlichen Messe des Vereins verlesen werden. Wie Andörfer im Nachhinein mitteilte, bestehe aber hinsichtlich der Fahnenbegleitung noch Diskussionsbedarf. "Das wird intern noch einmal mal beraten."

Brief mit Einladung

Bei runden Geburtstagen soll künftig nicht mehr persönlich gratuliert werden - stattdessen soll jeder Jubilar einen Geburtstagsbrief erhalten, verbunden mit einer Einladung zur jährlichen Weihnachtsfeier. Dabei gebe es für den Jubilar und dessen Partner auch ein Essen. "Anders als bisher bei einem Besuch kann der Jubilar direkt im Kreise seiner Sportkameraden feiern", so Andörfer.

"Diese Entscheidungen werden sicher bei dem einen oder anderen auf Kritik stoßen. Ich bin aber überzeugt, dass die überwiegende Mehrheit dafür Verständnis haben wird. Wir haben intensiv diskutiert, abgewogen und sind überzeugt, für den Verein das Richtige zu tun", betonte Andörfer. Ziel müsse es sein, noch mehr ehrenamtliche Mitarbeiter für den Verein zu gewinnen.

Der Vorsitzende ging auch auf das Thema Schule und Verein ein. "Die Schulen müssen mehr auf die Vereine zugehen und nicht umgekehrt." Weiter befasste sich Andörfer mit der möglichen Fusion von Vereinen. "Diese Frage stellt sich für uns aktuell nicht. Aber was ist in 10 oder 20 Jahren?" Andörfer machte deutlich, dass dieses Thema angegangen werden müsse, solange Vereine noch auf einer gesunden Basis stehen. "Eine Fusion kann nur erfolgreich sein, wenn sich zwei Vereine auf Augenhöhe begegnen und sie noch genügend Potenzial haben. Nur dann bringt es für beide einen Mehrwert." Aber zum Glück, so Andörfer, müsse man darüber noch nicht diskutieren. Abschließend sprach er sich noch klar gegen Rassismus aus.
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