Vortrag

Eine für jeden Betrieb gültige Antwort, wie hoch die Anzahl der Kühe sein sollte, um rentabel zu arbeiten, gibt es nicht, betonte Anna Maria Miller zu Beginn der Ausführungen. Es kommt darauf an, wie viele Beschäftigte am Hof arbeiten, wie viele Familienangehörige vom Gewinn bei der Milcherzeugung leben sollen und wie hoch die Lebenshaltungskosten sind.

Die Zielsetzung für jeden Betrieb, unabhängig von der Größe, sei sicher, mit der Milchviehhaltung einen ausreichend hohen Gewinn zu erzielen. Eine große Rolle spielen die Grundkosten wie Zinsen, Tilgungen und Kosten für Futtermittel. Jeder Landwirt sollte sich deshalb mit der Buchhaltung beschäftigen und prüfen, ob eine Steigerung der Einnahmen beziehungsweise ein Senkung der Ausgaben möglich ist.

Trotz dieser Zielsetzung gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den landwirtschaftlichen Betrieben, erläuterte die Referentin, wobei Kuhzahl und Leistung nicht alleine entscheidend für die Höhe des Gewinns sind, sondern wie dieser erzielt wird. Erfolgreiche Betriebe hätten in der Regel bessere Einnahmen bei geringeren Ausgaben für Kraft- und Grundfutter und für die Festkosten beim Bau eines neues Stalles. Auf das Endergebnis wirken sich auch die Genetik, der Kuhkomfort, das Tierwohl, Sorgfalt bei den Kälbern, Fruchtbarkeit, Brunstbeobachtung und Fruchtbarkeits-Management sowie die Arbeitsorganisation aus.. Kühe, die sich wohlfühlen und gesund sind, bringen auch meist mehr Milch als kranke Tiere, was sich auf den Gewinn auswirkt.

"Bei der Fütterung, der Fruchtbarkeit und der Tiergesundheit, immer an der richtigen Schraube drehen", riet Anna Maria Miller. Dort wo es möglich ist, sollten zwar Kosten beim Futterkauf gespart werden. Zu bedenken gab die Referentin aber, dass schlechtes und verdorbenes Futter auch das teuerste sei. (bt)
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