Vortrag über Neuerungen bei der Bundeswehr
Ehrendes Gedenken

Die Gräber der im Auslandseinsatz getöteten Bundeswehr-Soldaten machte Walther Hermann bei einem Referat bei den Reservisten zum Thema. Solche Gräber können als Ehrengräber der Bundeswehr gekennzeichnet werden, wenn die Familie einverstanden ist.

Hermann erklärte bei der Monatsversammlung die internationale Regelung, wonach Gräber von Weltkriegs-Gefallenen auf Dauer erhalten bleiben sollen. Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Soldatenverbände hätten nicht akzeptieren wollen, dass Gräber von Soldaten der Bundeswehr nach Ablauf der Liegefrist aufgelassen werden sollten. Nun gebe es auch Regeln für Ehrengräber der Bundeswehr. Laut Hermann gebe es derzeit 23 solche Gräber, die die Bundeswehr unterhält.

Hermann berichtete auch vom neuen "Wald der Erinnerung" auf dem Gelände des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Geltow bei Potsdam. Die Gedenkstätte gehe auf die Initiative von Angehörigen getöteter Soldaten zurück. Auf sieben Stelen stehen die Namen der bei Auslandseinsätzen gestorbenen Soldaten.

Weitere Themen des Abends war der Nato-Einsatz von etwa 12 000 Soldaten aus 40 Ländern, darunter bis zu 850 Soldaten der Bundeswehr, für Ausbildungs- und Unterstützungsaufgaben in Afghanistan, der um ein Jahr verlängerte Einsatz von bis zu 500 deutschen Marinesoldaten für die Nato-Mission "Active Endeavour" im östlichen Mittelmeer und die Beteiligung von rund 100 Soldaten der Bundeswehr zur Ausbildung der kurdischen Peschmerga-Armee gegen die Terrormiliz Islamischer Staat.

Freude unter den Reservisten kam auf, als Hermann die Ergebnisliste für den Landkreis Neustadt/WN zur Kriegsgräbersammlung 2014 vorlegte. Zum Gesamtergebnis mit 27 696 Euro trug die RK Eschenbach mit 2682 Euro bei. Sie lieferte damit mit deutlichem Abstand den größten Beitrag aller Landkreisgemeinden an den Volksbund ab.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Januar 2015 (7957)
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