Vortrag über Propolis bei den Brucker Imkern - 2014 kein gutes Honig-Jahr, aber sehr gute ...
Vom Klebstoff bis zum Heilmittel

In seinem Vortrag referierte Imker- Vorsitzender Anton Hartl (stehend) über das wertvolle Propolis. Bild: mos
. (mos) "Die gesundheitliche Bedeutung von Propolis" stand am Freitagabend im Mittelpunkt der Imker-Mitgliederversammlung im Gasthaus Schächerer in Sollbach. Vorsitzender Anton Hartl verwies in seinem Referat darauf, dass Propolis bereits bei den Ägyptern, den Römern und den Inkas bekannt war.

Wie und woraus entsteht Propolis? Der Klebstoff der Rinde sei Harz, den die Bienen aus den Bestandteilen der Knospen von Bäumen herstellten, so der Sprecher. Bienen sammelten Harz aus Nadelhölzern oder von Baumknospen und verstauten das Wachs in ihren Pollenkörbchen. Im Stock mischten sie es mit Wachs und Blütenpollen. Damit desinfizierten sie die Innenräume ihres Stocks.

Vielfach verwendbar

Wie menschliche Handwerker verwenden es die Bienen laut Referent zum Abdichten von Fugen und Ritzen. Auch jede einzelne Brutwabe wird mit einem dünnen Film von Propolis überzogen, damit keine Keime die Brut zerstören können. Bei Propolis handelt es sich um ein antibakterielles Vielzweckmittel. Zwischen 150 und 200 Inhaltsstoffe wurden bisher bei Propolis identifiziert. Dazu zählen chemische Elemente wie Zink, Eisen, Silizium, Kupfer, Vitamine, Öle mit pilztötender Wirkung und - ganz wichtig - die Flavanoide. Äußerlich soll Propolis beispielsweise bei Hautunreinheiten, kleineren Verbrennungen, Sonnenbrand, Ekzemen oder Zahnfleischreizungen helfen.

Innerlich angewendet verfüge Propolis über eine positive Wirkung bei der Verbesserung der Immunabwehr, Prävention bei Erkältungskrankheiten und Regelung der Darmfunktion, ließ Hartl wissen. Sogar für ihre krebsbekämpfende Wirkung sprächen viele Studien. Bislang sei jedoch unter den Propolis-Produkten noch kein einziges verfügbar, das eine Krebserkrankung bekämpfen könne. Die Forschung brauche dafür vermutlich noch Jahre Zeit.

Nach dem Vortrag wurden noch anstehende Arbeiten am Bienenstock zum Ende des Imker-Jahres besprochen. 2014 wurde allgemein als schlechtes Honig-Jahr bezeichnet. Blütenhonig gab es mit mäßigem Erfolg. Die Ernte des Waldhonigs fiel nahezu gänzlich aus. Für alle Interessierten wurde der Film "Die Biene" empfohlen. Trotz der schlechten Ernte in diesem Jahr wurde der Honig als reines Naturprodukt und hervorragendes Lebensmittel gelobt.
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