Vorübergehend Tabellenführer

Der SSV Paulsdorf (in Rot) empfing am Freitagabend den SV Raigering (Blau). Dabei verhinderte Paulsdorfs Keeper Thomas Heldmann bereits nach wenigen Minuten eine hochkarätige Chance der Raigeringer - aber nicht die 1:2-Niederlage. Bild: brü

Der SSV Paulsdorf führt bis kurz vor Schluss im vorgezogenem Spiel der Kreisliga Süd gegen den SV Raigering mit 1:0 - aber dann reichen den Panduren zehn Minuten, um nicht nur das Spiel zu gewinnen, sondern auch, um einen völlig ungewohnten Platz einzunehmen.

Rang eins, die Spitzenposition - zumindest bis Samstag oder Sonntag, denn da könnte entweder Inter Amberg oder Hirschau oder Ursensollen wieder vorbeiziehen - oder sogar alle drei.

SSV Paulsdorf       1:2 (1:0)       SV Raigering
Tore: 1:0 (35.) Tobias Scherm, 1:1 (80.) Alexander Greger, 1:2 (83.) Florian Hiltl - SR: Manuel Röhrer (TuS Rosenberg) - Zuschauer: 350.

(ac) Erst in der Schlussphase konnte der SV Raigering, der bis dahin drückend überlegen war, den Sieg nach Hause fahren. Die junge Paulsdorfer Elf, die früh ihren Innenverteidiger Michael Geiger verletzungsbedingt aus dem Spiel nehmen musste, wehrt sich bis dahin mit Glück und Geschick gegen die Raigeringer Angriffswelle. Bereits nach fünf Minute klatschte ein Freistoß vom Michael Muck an den Pfosten. Auf der Gegenseite blieb Christian Schreier frei vorm Gästekeeper nicht cool genug (22.). Ein krasser Fehler von Torwart Tobias Schoberth ermöglichte dem SSV sogar die Führung. Tobias Scherm verlängerte die Vorlage von Patrick Schedlbauer ins Tor (35.).

War bis zum Wechsel das Raigeringer Angriffsspiel noch relativ harmlos, nahm der Druck im zweiten Spielabschnitt zu. Der überragende Muck prüfte Tom Heldmann im SSV-Gehäuse mehrmals, doch dieser wuchs über sich hinaus. Einem Treffer von Seidl verwehrte der Unparteiische wegen Handspiels die Anerkennung. Der selbe Spieler traf wenig später nur den Pfosten (62.). Bei einem Entlastungsangriff hatte Schedlbauer die Gelegenheit zum 2:0, aber sein Volleyschuss wurde in letzter Sekunde abgefälscht (71.). Nach einer Energieleistung von Seidl über den linken Flügel drückte Alexander Greger dessen Hereingabe zum Ausgleich über die Linie (80.). Nachdem die SSV-Abwehr einen Angriff zu kurz klärte, war Florian Hiltl 16 Meter vor dem Tor frei und vollendete zum Siegtreffer (83.). Am Sieg der Gäste gibt es zwar nichts zu rütteln, die dezimierten Paulsdorfer verkauften sich aber bravourös.

TuS/WE Hirschau       SV Loderhof
(cgh) Mit vier Zählern kamen die Kaoliner prima aus der englischen Woche, einzig der ärgerliche Ausgleich, den man sich am Bergsteig quasi in letzter Sekunde einfing, trübt das Bild etwas. Die Serie jedoch bleibt bestehen, auch nach fünf Partien steht der Neuling ohne Niederlage da und grüßt weiterhin aus dem oberen Bereich der Tabelle. Beim SV Loderhof steht seit dieser Spielzeit Reiner Greger am Kommandostand und hat ein augenscheinlich schweres Amt übernommen, denn der SVL ziert sieglos das Tabellenende. Nach drei verheerenden Klatschen zum Auftakt hat sich das Team aber in den beiden letzten Partien scheinbar etwas gefangen. Den massiven personellen Aderlass im Sommer konnte der SVL bislang noch nicht kompensieren. Ganz anders dagegen die Lage beim TuS/WE. Coach Jörg Gottfried ist erholt aus dem Urlaub zurück und wird sein Team wieder entsprechend auf den Gegner einstellen. Die Tatsache, dass die Liga enorm eng beisammen ist (3 Punkte Differenz von Rang 1 bis 11), würde einen weiteren Dreier enormes Gewicht verleihen. Trainer Jörg Gottfried muss lediglich auf Kapitän Johannes Pfab verzichten, hinter dem Einsatz von Stefan Dietl steht noch ein Fragezeichen. In den Kader wieder zurückkehren wird dagegen Benedikt Sehr.

FC Edelsfeld       TuS Kastl
(bkn) Der Patient FC Edelsfeld befindet sich scheinbar auf dem Wege der Besserung. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart steigerte sich die Hahnenkamm-Elf kontinuierlich und hinterließ beim torlosen Remis gegen Germania Amberg einen guten Eindruck. Jetzt trifft man auf den TuS Kastl, der im Kampf um die vorderen Plätze durchaus ein Wörtchen mitreden möchte. Die Gäste sind seit dem zweiten Spieltag ungeschlagen und werden alles versuchen, diesen Trend in Edelsfeld fortzusetzen. Das Prunkstück der Kastler ist zurzeit die Offensivabteilung mit 14 Treffern in fünf Spielen. Um gegen diese Sturmreihe nicht auf verlorenen Posten zu stehen, wird die FCE-Defensive von Beginn an Schwerstarbeit leisten müssen. Nur mit disziplinierten Abwehrverhalten und einem konsequenteren Ausnutzen der sich bietenden Chancen ist gegen den Favoriten ein Punktgewinn in Reichweite.

TSV Königstein       Inter Bergsteig
(jsb) Die 0:2-Niederlage am vergangenen Sonntag muss beim TSV Königstein schnell abgehakt und die Köpfe wieder aufgerichtet werden. Zu verhalten war der Auftritt beim SVL Traßlberg. Der SV Inter Bergsteig ist in dieser Spielzeit noch ungeschlagen, nachdem Torjäger Oktay Türksever am Sonntag in letzter Minute den 2:2-Ausgleich gegen Hirschau markierte. Mit 9 Punkten steht man nun punktgleich mit Hirschau und Ursensollen an der Tabellenspitze und will diesen Platz auch verteidigen. Hierbei will sich Königstein allerdings als Stolperstein für die Scheler-Elf erweisen. TSV Trainer Christian Ringler stehen Farnbauer, Stefan Pirner und Michael Pirner wieder zur Verfügung. Tobias Weber und Jonas Gebhard (Beide Knieverletzung) fehlen weiterhin.

SV Schmidmühlen       Germania Amberg
(fop) Schmidmühlen fuhr beim verdienten 1:0-Auswärtssieg am vergangenen Wochenende wichtige drei Punkte ein. Nur mit der Chancenauswertung, insbesondere in der ersten Hälfte, war Trainer Marco Eckstein überhaupt nicht zufrieden. Die Gäste fegten im ersten Spiel die Mannschaft aus Traßlberg mit 6:0 vom Platz, mussten sich danach aber mit vier Unentschieden begnügen. Dies bedeutet aber auch, dass sie in der aktuellen Saison noch kein Spiel verloren haben. Für Schmidmühlen gilt es, an die Heimstärke der letzten Jahre an zu knüpfen und endlich auch zu Hause einen Sieg zu landen. Die endgültige Aufstellung wird erst kurzfristig aufgrund zahlreicher Urlauber feststehen.

DJK Ursensollen       DJK Utzenhofen
(mdl) Am Sonntag kommt es zum wieder zum Derby der alten Rivalen am Rängberg, zu Gast sind die Nachbarn und Namensvetter aus Utzenhofen. Ein Spiel, auf das die beteiligten Akteure und Zuschauer gleichermaßen alljährlich hinfiebern. In den vergangenen Duellen konnten zwar meist die Gäste die Oberhand behalten, allerdings wird man sich auf Ursensollener Seite nicht so einfach geschlagen geben und versuchen, für ein packendes Spiel zu sorgen und weitere drei Zähler einzufahren. Zuletzt lieferten die Hausherren gegen Rosenberg spielerisch und kämpferisch eine hervorragende Leistung ab und dominierten auch beim starken Aufsteiger in Haselmühl. Neun Zähler aus vier Spielen sind der verdiente Lohn. Utzenhofen ist in der laufenden Saison zwar noch ungeschlagen, tritt nach dem Auftaktsieg allerdings etwas auf der Stelle, denn in den nachfolgenden Begegnungen standen nur drei Unentschieden zu Buche und am vergangen Wochenende war man spielfrei. Die bisherige Ausbeute ist sicherlich zu wenig für die selbstdefinierten Ansprüche der Topcu-Elf. Die Gäste sind nun bereits zum Siegen verdammt, um nicht weiter den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Dort befindet sich nach dem gelungenen Saisonauftakt die DJK Ursensollen - allerdings ist dies auch nicht mehr als eine Momentaufnahme in der noch jungen Saison.

TuS Rosenberg       ASV Haselmühl
(kok) Nach drei Auswärtsspielen in Folge erwartet der TuS den ASV Haselmühl im Aicher-Stadion. Einen Saisonverlauf zum Vergessen erlebten die Hausherren bis dato und stehen mit nur einem Punkt auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dabei war man im Auftaktspiel gegen Hirschau mit guter Leistung gestartet, wenngleich man in letzter Sekunde den Ausgleich hinnehmen musste. In den Spielen gegen Königstein und Ursensollen folgten dann jedoch sehr enttäuschende Darbietungen mit jeweils verdienten Niederlagen. Nun kommt mit dem starken Aufsteiger aus Haselmühl ein weiterer schwerer Brocken auf die Heimmannschaft zu.

Mit zwei Siegen rangieren die Haselmühler derzeit im Tabellenmittelfeld und haben sich bereits in der neuen Klasse etabliert. Herausragender Akteur bei den Gästen ist Matthias Schmidt, der mit 29 Treffern im vergangenen Jahr maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte. Auch in der neuen Saison hat er bereits seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Bei den Hausherren kehren mit Dandorfer und Luber zwei wichtige Akteure wieder in den Kader zurück, so dass die personellen Alternativen für Trainer Hartmann wieder mehr werden. Vor allem jedoch gilt es mit anderer Einstellung und Engagement aufzutreten, um endlich den ersten Dreier der Saison einzufahren.
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