Wachsstöckl

Das Anfertigen von Wachsstöckln soll bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Hauptsächlich sei es "von Niederbayern ausgegangen", wie man nachlesen kann. Wachsstöckl wurden selbst hergestellt, man konnte sie aber auch kaufen, meist an Wallfahrtsorten. Sie wurden vor allem in einer Wachsbinderei in Regensburg gefertigt.

In der nur dürftig vorhandenen Fachliteratur kann man nachlesen, dass Wachsstöckl ursprünglich im Haushalt als Wärme- oder Lichtspender dienten. Sie wurden aber auch angezündet, wenn man für Verstorbene betete, die zu Hause aufgebahrt wurden.

Nach und nach wurden diese besonderen Kerzen dann nicht mehr als Lichtquelle benötigt. Dennoch fanden sie weiter Verwendung, wurden dann zusätzlich kunstvoll verziert. Tauf- und Firmpaten verschenkten sie an ihre Patenkinder. (pop)
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