Wärmebildkamera offiziell in Betrieb genommen - 8000 Euro gut angelegt - Schäden gezielt ...
Zur Rettung von Menschenleben

Waldemar Kojda zeigte verschiedene Möglichkeiten der Kamera. Bild: heg
Offiziell in Betrieb genommen hat die Feuerwehr Fischbach eine Wärmebildkamera im Zuge der Johanni-Feier. Bürgermeister Karl Bley war beeindruckt von den Einsatzmöglichkeiten des Gerätes. Kommandant Waldemar Kojda nutzte das Feuer der Johanni-Feier oder den Würstl-Grill zur Vorführung.

Der Hauptinitiator und zweite Kommandant Stefan Rester konnte den Vorstand der Wehr davon überzeugen, dass die Anschaffung durchaus Sinn mache und Leben retten könne. Das rund 8000 Euro teure Gerät habe viele Vorteile, so Rester. Wenn Feuer, Rauch und Dunkelheit den Einsatz erschwerten, böten Wärmebildkameras lebenswichtige Orientierung für das eigene Fortkommen sowie das wesentlich schnellere Auffinden von Personen und Glutnestern.

Feuerquelle entdeckt

Ob im "Innenangriff" oder bei einer "Personensuche" - mit Hilfe eines solchen Gerätes ließen sich unterschiedliche Aufgaben optimal und zeitsparend bewältigen. So könnten Schäden am Brandobjekt durch gezielten Einsatz der Löschmittel und dem Lokalisieren des Brandherdes reduziert werden. Aus der Praxis konnte Rester von einem Einsatz in Steinberg am See berichten, der großen Sachschaden durch Löschwasser verhinderte. Es herrschte erhebliche Rauchentwicklung, die eine Einschätzung per Sicht unmöglich machte. Erst mit dem Einsatz der Kamera konnte die Feuerquelle ausgemacht und gezielt ohne größeren Löschangriff eingedämmt und ausgelöscht werden.

Dank des Bürgermeisters

Vorsitzender Georg Heinl dankte in diesem Zusammenhang der Fischbacher Bevölkerung für die gute Unterstützung bei einer Haussammlung. Erst dadurch konnte die ehrgeizige Anschaffung getätigt werden. Seinen Extradank sprach Heinl der Reutinger Dorfgemeinschaft für eine 300-Euro-Spende aus. Vorab wurden bereits die Atemschutzträger von Benjamin Wier in die Handhabung des Gerätes eingewiesen, aber auch alle anderen Aktiven werden nach und nach vertraut gemacht.

Bürgermeister Karl Bley dankte dem Kommandanten und dem Feuerwehrverein für ihre Initiative, die Einsatzbereitschaft weiter zu optimieren. Neben den Feuerwehren Bergham und Nittenau könne man im Stadtbereich nunmehr auf drei Kameras zurückgreifen. Da ein Zuschussantrag über die Stadt Nittenau abgewickelt wurde, beteiligte sich auch der Freistaat Bayern mit 2750 Euro.
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