Wärmeschwall mitten ins Gesicht

Da hat er gut lachen: Bernd Langer vom SCMK Hirschau holte sich erneut den Titel des deutschen Meisters der Senioren. In Kaltenbrunn bei Garmisch-Partenkirchen lief er Tagesbestzeit auf der klassischen Distanz. Bild: Ziegler

Wintersportler heißen deswegen Wintersportler, weil sie ihren Sport im Winter betreiben - also wenn es normalerweise kalt ist. Was die Skilangläufer des SCMK Hirschau bei der deutschen Meisterschaft der Senioren erlebten, hatte mit Winter wenig zu tun.

Er hat's mal wieder geschafft: Bernhard Langer vom SCMK Hirschau holte sich den Titel bei der deutschen Meisterschaft. In Kaltenbrunn bei Garmisch-Partenkirchen lief er in nicht nur in seiner Klasse, der Herren 46, auf den ersten Platz, sondern auch Tagesbestzeit.

27:27 Minuten benötigte Langer für die 10,8-Kilometer-Strecke klassisch, die in einer 2,5-km-Runde mehrfach zu laufen war. Wolfgang Uschold belegte in der Klasse Herren 36 den zweiten Platz in 33:02, Walter Hierlmeier Rang drei bei den Herren 71 in 35:19. Deutscher Meister der Senioren darf sich auch Horst Hälbich aus Sulzbach-Rosenberg nennen, der in der Klasse Herren 81 die zehn Kilometer in 49:57 zurücklegte. Wilhelm Müllhofer aus Amberg, der für den TSV Pleystein startet, kam in der Klasse Herren 61 in 34:26 auf den fünften Platz.

Eigentlich hatten die Ausrichter einen 5-km-Kurs geplant, aber das Wetter machte ihnen einen Strich durch die Rechnung: "Du hast auf der Strecke immer wieder einen Wärmeschwall ins Gesicht gekriegt." Die frühlingshaften Temperaturen sorgten für kein leichtes Rennen, wobei die Piste aber für diese Verhältnnise "hervorragend präpariert" (Langer) war.

17 Grad plus zeigte am Abend des ersten Tages das Thermometer an, weswegen der Veranstalter den zweiten Tag der Meisterschaft komplett streichen musste. Um 8 Uhr in der Früh waren Langer und Co. zum Start erschienen, doch der Wärmeeinbruch ließ kein Rennen zu. Auf dem Programm wäre der Sprintwettbewerb in der freien Technik gestanden.

Bernhard Langer war dennoch zufrieden: "Für mich war das eine gute Vorbereitung für die Senioren-Weltmeisterschaft in Russland." Er und Walter Hierlmeier werden vom 11. bis 23. März den SCMK Hirschau vertreten, das Aufgebot deutscher Läufer ist mit 25 sehr klein. "700 Russen sind gemeldet, da hat man naturgemäß keinen großen Chancen," sagt Langer. Deswegen meiden viele deutsche Sportler die lange Anreise nach Syktyvkar in der Republik Komi in Nordwestrussland - dreieinhalb tausend Kilometer von Hirschau und rund zwei Flugstunden nordöstlich von Moskau entfernt. Dort hat es momentan minus 17 Grad.
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